Wolf: Waadt hinterfragt die Wirkung der Abschüsse

Die Waadtländer Behörden haben in der vergangenen Regulierungsphase zehn Wölfe getötet. Doch die Nutztierrisse sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Deshalb wollen die Behörden nun die Wirksamkeit der Wolfsabschüsse untersuchen lassen.

sda |

160 Nutztierrisse registrierte der Kanton Waadt im Jahr 2025, wie es in einer Mitteilung am Dienstag hiess. Im Gebiet leben geschätzt etwa zwanzig Wölfe in drei Rudeln.

Im vergangenen Jahr seien sechs Festangestellte und zwanzig Wildhüterinnen und Wildhüter auf Abruf für die Wolfsjagd eingesetzt worden. Teilweise auf Kosten anderer wichtiger Aufgaben, etwa im Bereich der Bewirtschaftung weiterer Schaden verursachender Tierarten, so die Behörden.

Es seien also erhebliche Mittel eingesetzt worden seien, und trotzdem hätten die Risszahlen nicht merklich abgenommen. «Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen laufend zu überprüfen. Um die Auswirkungen der Regulierung objektiv zu bewerten, hat der Kanton beschlossen, die Stiftung Kora mit einer entsprechenden Analyse zu beauftragen», schrieb der Kanton Waadt.

Untersucht werden sollen insbesondere die Effekte auf die Anzahl der Nutztierrisse sowie auf das Verhalten der Wölfe.

Kommentare (5)

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  • Erich | 04.02.2026
    Ich bin nicht gegen eine Regulierung des Wolfes, aber nur selektiv und situativ. Aber wie man sehen kann , ist die Variante wie sie jetzt gemacht wurde, völlig kontraproduktiv. Mehr Junge als vorher, inklusive Rudel. Das ist halt wenn naturwissenschaftliche Erkenntnisse von zu Unterst bis zu Oberst missachtet werden. Typisch Bauernlobby und ihre Helfershelfer. Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Und hatte schon selber zwei grosse Hunde zwischen 30- 45kg. Aus diesem Grund bin ich auch von HSH völlig überzeugt. Sprich wenn man sich informiert hätte von Anfang, wäre weniger passiert. Es ist einfach schon komisch, wenn die neusten Dieselschlucker wichtiger sind, als Tierschutz= Herdenschutz. Aber eben es wird verhindert und gespart von oben herab. Als gelernter Gärtner beschäftige ich mich Hobby mässig mit Permakultur , mehrere hundert m2. Ich lese und informiere mich sehr viel Herdenschutz. Darum bin der Meinung, dass dieser Zentral ist , und zwar Flächendeckend.
  • Freidenker | 03.02.2026
    Und was sagt wohl die Kora ?
    Weniger abschiessen und höhere Zäune errichten.......
    Dabei liegt es auf der Hand; dass zuwenig abgeschossen wurden; dümmer geht nimmer !
  • Toni Arnold | 03.02.2026
    So kommt es halt, wenn der Staat die mühselige Arbeit unserer Vorfahren mutwillig zerstört mit der völlig sinnlosen Wiederansiedlung dieser Schädlinge. Aber anstatt alle Grossraubtiere jetzt rasch zu entnehmen - dann gibt es keine Risse mehr! - wird jetzt auch noch Steuergeld verschleudert für sinnlose Untersuchungen. Dekadenter geht's nicht mehr.
    • Erich | 04.02.2026
      T. A. Einer der von der Natur offensichtlich nicht besonders viel Ahnung hat. Auch wenn in meiner Umgebung nur der Goldschakal wissenschaftlich nachgewiesen ist, wo sehr wahrscheinlich standorttreu ist, hat er meines Wissens noch keine Schäden verursacht. Und die einzelnen Wölfe sind auch erst hier in der Gegend aufgetaucht, während der neuen Art von Schädlingsbekämpfung. Komisch nicht ? HSH unbekannt? Man hat dem Wolf ja 30 Jahre Lernvorsprung gegeben. HSH gibt es seit mehr als tausend Jahren und man kennt sie nicht? Lernfähigkeit vorhanden? So wie ich das sehe; Leider nein. Durch das schrittweise erhöhen der Zäune hat man den Wolf regelrecht trainiert. Fakten zum Wolf : 50km pro Tag kein Problem. Visp-Murgenthal Luftlinie etwas mehr als 100km , der ist in zwei Tagen hier. Lockerer Spaziergang für Canis lupus. Blaue Zäune? Meistens nicht vorhanden. Das sehr viele Wildtiere im Blauspektrum des Lichtes mehr sehen als der Mensch , weiss man auch nicht erst seit gestern!!
  • Bruno | 03.02.2026
    Von der Stiftung KORA kann keine wahrheitsgetreue und neutrale Analyse zum Thema Wolf erwartet werden. Der Kanton Waadt soll doch besser diese "erheblichen Mittel die bereits eingesetzt wurden" KORA, WWF, PRONATURA und Co. in Rechnung stellen. Genau diese Organisationen sind verantwortlich für alle Kosten die von Wölfen verursacht werden.
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