
Auf seinen Versuchsflächen in Grange-Verney im Kanton Waadt untersucht das Fibl insbesondere die agronomischen, ernährungsphysiologischen und biodiversitätsfördernden Vorteile von Mischkulturen aus Getreide und Hülsenfrüchten.
Fibl
In den letzten zehn Jahren ist der Schweizer Biosektor stark gewachsen. Im Jahr 2024 wurden 4,1 Milliarden Franken Umsatz erzielt, der Marktanteil im Einzelhandel beträgt 12,3 %. Es gibt über 7200 Knospe-Betriebe, die 18,2 % der landwirtschaftlichen Fläche abdecken.
Die Westschweiz mit ihren über 1000 Biobetrieben ist laut dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) mit Ackerbau, Weinbau, Obst- und Gemüseanbau, Viehzucht und Lebensmittelverarbeitung ein Zentrum der Vielfalt.
Die Westschweiz fördere kurze Lieferketten, Direktverkauf und Innovationen, besonders im Bereich pflanzlicher Proteine, und stärke das Bewusstsein der Verbraucher für Umwelt- und Ernährungsthemen.
Drei Akteure, eine Dynamik
Das Fibl ist eigenen Angaben zufolge das weltweit führende Forschungsinstitut für biologischen Landbau. Es betreibt angewandte Forschung und arbeitet dabei eng mit Bäuerinnen und Bauern, der Lebensmittelbranche sowie Institutionen zusammen.
Bio Suisse ist die Dachorganisation des Biolandbaus und verantwortlich für das Knospe-Label, das hohe Standards in Produktion, Verarbeitung und Vermarktung garantiert.
Bio.Inspecta sorge als unabhängige Kontroll- und Zertifizierungsstelle für Transparenz, Glaubwürdigkeit und Einhaltung nationaler und internationaler Bio-Standards.
Forschung als Motor des Biosektors
«Das FiBL liefert die wissenschaftlichen Grundlagen, die für die Entwicklung des biologischen Landbaus unerlässlich sind», heisst es. Durch angewandte und partizipative Forschung unterstütze es die Weiterentwicklung des Bioanbaus und sorge dafür, dass dieser Sektor glaubwürdig, zukunftsorientiert und dynamisch bleibe.