150 Jahre Kantonschemiker: Luzern als Pionier des Konsumentenschutzes

Luzern war 1876 der erste Kanton, der einen Kantonschemiker einsetzte. Heute feiert die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz ihr 150-Jahr-Jubiläum. Jährlich führt die Dienststelle rund 10'000 Kontrollen durch.

pd/ome |

Vor 150 Jahren entschied der Luzerner Regierungsrat, dass die Fälschung von Lebensmitteln eine Gefahr für die Gesundheit darstellt und daher von staatlicher Seite bekämpft werden muss. Dafür stellte er als erster Kanton der Schweiz einen Kantonschemiker ein.

Wie der Kanton Luzern mitteilt, bestanden dessen Aufgaben im Wesentlichen in der Untersuchung von Lebensmitteln wie Fleisch, Brot, Trinkwasser oder Milch sowie in unangemeldeten Besuchen bei Lebensmittelgeschäften. Heute setzt sich die Dienststelle nicht nur für den Täuschungsschutz, sondern auch für den Gesundheitsschutz ein.

Ein Kernauftrag des Staates

«Wir dürfen stolz sein auf die Rolle des Kantons Luzern, der im Bereich der Lebensmittelkontrolle ein Pionier war», so Regierungspräsidentin Michaela Tschuor, Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartements. Der Kernauftrag der Lebensmittelkontrolle sei es nämlich, Vertrauen zu schaffen. «Deshalb ist die Lebensmittelsicherheit ein Grundpfeiler des öffentlichen Wohls – und damit ein Kernauftrag des Staates.»

Silvio Arpagaus, Kantonschemiker und Leiter der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz (DILV), ergänzt: «Die Aufsicht von Lebensmittelbetrieben wurde im Laufe der Zeit auch auf andere Bereiche wie Schwimmbäder, Onlinehandel, Tattoostudios oder Solarien ausgeweitet, da auch diese ein Risiko für die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern darstellen können.»

Neues Labor ab 2032

Die DILV führt jährlich rund 1’700 Inspektionen in Luzerner Betrieben durch und analysiert über 10’000 Proben in ihrem Labor. Um dies auch künftig mit modernen Mitteln gewährleisten zu können, beabsichtigt der Kanton Luzern, im geplanten Sicherheitszentrum Rothenburg ein neues Labor zu errichten.

Vorbehältlich einer Zustimmung an der Urne soll die DILV ihre Tätigkeit ab 2032 dort fortsetzen können, heisst es in der Mitteilung. Der Kanton Luzern investiert damit in die Zukunft der Lebensmittelsicherheit. «Eine zeitgemässe Infrastruktur ist eine Voraussetzung dafür, dass die Lebensmittelkontrolle ihre Arbeit auch weiterhin auf hohem Niveau und zugunsten der Luzernerinnen und Luzerner leisten kann», so Silvio Arpagaus.

-> Hier können Sie in die Geschichte eintauchen und die Chronik der 150-jährigen Lebensmittelkontrolle im Kanton Luzern nachlesen. 

-> Hier gibts davon eine Kurzversion. 

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