Lastwagen müssen den Flecken Beromünster künftig umfahren. Das Luzerner Stimmvolk hat am Sonntag für eine Umfahrungsstrasse 70 Millionen Franken bewilligt, um den historischen Dorfkern vom Durchgangsverkehr zu entlasten.
69’349 Personen (64 Prozent) stimmten für die neue Strasse, 38’893 waren dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 40,61 Prozent.
Frühestens 2029
Die vom Kanton geplante Umfahrungsstrasse soll keine Autobahn werden, sondern mit maximal 50 km/h befahren werden können. Flankierende Massnahmen sind ebenfalls geplant. So ist Tempo 30 vorgesehen, die Gemeinde will den Ortskern zudem umgestalten.
Derzeit zwängen sich jeden Tag rund 9500 Fahrzeuge durch Beromünster. Ein Problem ist vor allem der Schwerverkehr. Die neue Strasse soll dafür sorgen, dass das historische Zentrum von Beromünster, das im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder aufgenommen ist, vom Verkehr entlastet wird. Frühestens 2025 kann mit den Bauarbeiten begonnen werden, die Bauzeit wird bis zu vier Jahre dauern.
3500 m² Agrarland
Die «Ost- und Westumfahrung Beromünster» ist eine rund 1400 Meter lange, bogenförmige neue Strasse mit beidseitigen Radstreifen. Sie soll dafür sorgen, dass das historische Zentrum von Beromünster, das im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder aufgenommen ist, vom Verkehr entlastet wird.
Gemäss Projektleiter Pius Suter (Dienststelle Verkehr und Infrastruktur) beträgt die beanspruchte landwirtschaftliche Nutzfläche für die Umfahrung in der Landwirtschaftszone 3500 m², ausserhalb der Landwirtschaftszone 17 800 m² (unüberbaute Bauzonen und Reservezonen). Fruchtfolgeflächen würden keine beansprucht. In der Landwirtschaftszone sind fünf Grundstücksbesitzer betroffen, bei den unüberbauten Reservezonen sind es drei.
