Die Pracht der Chriesiblüten strahlt wieder

Der Chriesibluescht – die Wochen der Kirschenblüte – verwandelt die Zuger Landschaft jedes Jahr in ein weisses Blütenmeer. In den kommenden Tagen und Wochen erlebt das Naturphänomen wieder seinen Höhepunkt. Das Zuger Chriesitelefon informiert, wo die Blütenpracht gerade am besten genossen werden kann.

pd/jgr |

 

Die Blütezeit der Kirschbäume ist ein wichtiger Faktor, der darüber mitentscheidet, ob im Sommer die Kirschen in guter Qualität und grosser Menge geerntet werden können. Wenn der Chriesibluescht durch Frostnächte unterbrochen wird, die in dieser Jahreszeit durchaus vorkommen können, entwickeln sich keine oder zumindest weniger Früchte an den Bäumen.

«Das lange Zeit kalte und nasse Wetter hat im laufenden Jahr den früh blühenden Sorten bereits geschadet», wird  Hermann Röllin, Baarer Chriesibauer und Brennerlegende, in einer Medienmitteilung zitiert. Wenn deshalb an einzelnen Bäumen weniger Früchte wachsen, gewinnen diese dafür an Qualität, relativiert er. Ohnehin seien die spät blühenden Sorten vom nasskalten Wetter nicht beeinträchtigt worden.

«Es wird also im kommenden Sommer Chriesi geben», beruhigt der erfahrene Landwirt. Allerdings gilt es bis zur Ernte nicht nur frostige Nächte zu überstehen. Auch Hagelgewitter oder anhaltendes Regenwetter kurz vor der Ernte können den Kirschen noch übel mitspielen. 

Kultiges Rennen und ein Jubiläum

Es ist zu hoffen, dass dieses Jahr das Wetter mitspielt und so die Kirschen für den pflückfrischen Genuss, aber auch als gebranntes Kirschwasser, in Form der berühmten Zuger Kirschtorte oder verarbeitet zu köstlichen Chriesiwürsten in grosser Menge geerntet werden können. So kann die Zuger Chriesikultur weiter gepflegt werden. Getragen wird diese durch die IG Zuger Chriesi, die auch zum Auftakt der diesjährigen Erntezeit am Montag, 22. Juni 2026, den traditionellen Chriesisturm veranstaltet. Dabei handelt es sich um ein kultiges Rennen mit Leitern und Hutten durch die engen Gassen der Zuger Altstadt.

Gleichentags wird auch das 400-Jahr-Jubiläum des Zuger Kirschs gefeiert. 1626 ermahnte der Grosse Rat einen Stadtzuger Brenner, weil er verbotenerweise Chriesi gebrannt hatte. Damals waren die Kirschen noch ein wichtiges Grundnahrungsmittel, erst ab 1798 wurde in der Stadt Zug gewerblich Kirschwasser destilliert. Bis heute existierten alleine in der Stadt Zug 17 Kirschbrennereien. Ein Hoch auf ein traditionsreiches und identitätsstiftendes Destillat, das Stadt und Kanton seit Jahrhunderten prägt.

Sehenswert sind auch die Zuger Chriesiwanderwege. Sie sind so angelegt, dass es während der ganzen Zeit der Kirschblüte eindrückliche Bilder zu sehen gibt. Den genauen Verlauf dieser Wanderwege mit Start und Endpunkten erfährt man auf der Website von Zug Tourismus . Und unter der Telefonnummer 041 511 75 00 gibt es Auskunft, wo die Kirschbäume gerade am schönsten blühen.

×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Stilllegung von Zuchtsauenplätzen: Was haltet Ihr davon?

47.1 % Guter Ansatz
48.4 % Schlechter Ansatz
4.5 % Weiss noch nicht

Teilnehmer insgesamt 244

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?