Emmi nimmt «AOP-Ökokäse»-Netzwerk in Betrieb

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Der grösste Schweizer Milchverarbeiter will bis 2027 die eigenen CO2-Emmissionen um 60 Prozent senken. Bei der Herstellung der Kaltbach-Käse-Linie setzt Emmi neu auf Sonnenenergie und ein lokales «AOP-Ökokäse»-Netzwerk vom Hof über die Herstellung bis zur Höhlenreifung.

Um die Reduktionsziele bis in 6 Jahren zu erreichen, setzt Emmi einerseits auf die Steigerung der Energieeffizienz in ihren Produktionsbetrieben, andererseits werden vermehrt erneuerbare Energieträger eingesetzt. Dazu werden die Kapazitäten laufend ausgebaut.

Fotovoltaik in Kaltbach

Jüngstes Beispiel ist die neue Fotovoltaikanlage auf den Dachflächen am Emmi Standort in Kaltbach LU. Dort reifen unter natürlichen Gegebenheiten bei konstant 12,5 Grad und 94 Prozent Luftfeuchtigkeit tief unter dem Erdboden die Kaltbach-AOP-Käse. Kaltbach ist nach Angaben von Emmi eine der Kernmarken mit einem Exportanteil von rund 70 Prozent. 

Die Fotovoltaikanlage in Kaltbach ist das Herzstück des «AOP-Ökokäse»-Netzwerks. Doch das Netzwerk besteht aus weiteren Teilen: So gehört unter anderem die in der Nähe liegende Käserei Schlierbach dazu, die einen Teil ihres Emmentaler AOP in Kaltbach reifen lässt. Auf den Dächern der Käserei wird seit Frühling dieses Jahres Solarstrom produziert und von Emmi bezogen. Auch einige Milchbauern Marcel Arnold vom Bodenacherhof in Wikon LU setzten auf Sonnenenergie.

Die Käserei Schlierbach produziert im Innern Emmentaler AOP und auf dem Dach Strom.
Emmi

Rechnet sich erst nach 15 Jahren

Emmi analysiert nach eigenen Angaben bei jedem Bauprojekt in der Schweiz, ob eine Photovoltaikanlage realisiert werden kann. Dies auch bei bestehenden Gebäuden. Das Dach der im Bau befindlichen neuen Käserei am Standort Emmen wird mit Fotovoltaik-Elementen versehen.

Diese sollen ab 2023 bis zu 230'000 kWh erneuerbaren Strom liefern. «Aufgrund der tiefen Strompreise rechnen sich eigene Photovoltaikanlagen heute zwar rein betriebswirtschaftlich betrachtet erst nach einer Laufzeit von mehr als fünfzehn Jahren. Aber sie helfen, den ökologischen Fussabdruck zu verkleinern und als Investition in die Zukunft die gesetzten Ziele zu erreichen», schreibt Emmi. 

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