Lawinenhunde messen sich an Schweizer Meisterschaften 

20 im Bergen von Lawinenverschütteten ausgebildete Hunde machen am Wochenende auf dem Stoos den Schweizer Meister unter sich aus. Bewertet werden nicht nur die Vierbeiner, sondern auch ihre Führerinnen und Führer.

sda |

Der vom Kynologischen Verein Innerschwyz organisierte Wettbewerb startete am Samstagmorgen und dauert bis am Sonntagnachmittag. Die Hunde würden sicher eine grosse Wurst als Belohnung erhalten, erklärten die Organisatoren gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Für die Hundeführerinnen und Hundeführer gebe es einen mit Leckereien für Zwei- und Vierbeiner gefüllten Rucksack.

Am Wettbewerb nehmen keine Teams teil, die Einsätze im Ernstfall betreiben, sondern Sportlawinenhunde, die aber wie Einsatzhunde ausgebildet sind. Um an den Schweizer Meisterschaften teilnehmen zu können, hätten sie mindestens zwei Prüfungen erfolgreich absolvieren müssen, erklärten die Organisatoren.

Theorie und Praxis

An den Schweizer Meisterschaften muss der Hundeführer zunächst zehn lawinenbezogene Fragen beantworten. Dann erhält er eine taktische Aufgabe, auf deren Basis er auf dem 9000 Quadratmeter grossen Lawinenfeld die Fläche festlegt, auf der der Hund suchen muss.

Der Hund hat zum Finden der zwei vergrabenen Personen 20 Minuten Zeit, ab 10 Minuten gibt es aber einen Punkteabzug. Bewertet werden auch das Verhalten des Hundes und des Hundeführers sowie deren Zusammenarbeit. Nach der Personensuche muss der Hund einen vergrabenen Rucksack finden.

Die Verschütteten befinden sich mindestens ein Meter unter der Schneeoberfläche in einem relativ grossen, komfortablen Loch. Weil sie sich während des ganzen Wettbewerbs darin aufhalten, seien sie mit Stirnlampe, Nahrungsmitteln, Lesestoff und einem Funkgerät ausgerüstet, erklärten die Organisatoren.

Lawinenhunde werden nach Angaben des Vereins erst seit den 1940er-Jahren systematisch ausgebildet. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund sei durch Zufall im Winter 1937/38 entstanden. Nach einem Lawinenniedergang am Schilthorn habe ein Hund einen Verschütteten an einer Stelle geortet, der sich weit ab von den Suchteams befunden habe.

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