
Christine und Hans Imboden mit ihrem Schaf Lulu und den fünf Jungtieren.
Richard Greuter
In den letzten beiden Monaten ist im Stall von Hans und Christine Imboden in Obbürgen Lammzeit. Die Mutterschafe bringen ihre Jungen zur Welt. Für das Ehepaar bedeutet das immer wieder «Glück im Stall», aber auch Arbeit. «Es ist unser Hobby, und wir haben Freude daran», sagte der 61-jährige Schreiner. Am 2. März meinte es das Glück besonders gut: Das braune Engadinerschaf Lulu brachte Fünflinge zur Welt.
Das prächtige Mutterschaf ist erst sechs Jahre alt und hat bereits 18 Lämmern das Leben geschenkt. In den ersten drei Jahren gebar das Muttertier jeweils drei Lämmer. Im vergangenen Jahr waren es Vierlinge. Die Lämmer Oreon, Oskar, Olivia, Oriana und Olympia sind wohlauf und zutraulich. Mit grosser Ruhe kümmert sich Lulu um ihre Fünflinge und schaut interessiert, wenn man sich ihr nähert.
«Sie ist eine gute Mutter. Sie lässt sich nicht aus der Ruhe bringen», sagte Christine Imboden. Bei der Geburt brauchte Lulu allerdings etwas Hilfe. Und anfänglich erhielten die Lämmer zusätzliche Nahrung aus der Schoppenflasche. Vor fünf Jahren konnte das Ehepaar den Stall «Dönnimatt» in Obbürgen pachten. Nach einem umfangreichen Umbau wurden die 25 Muttertiere, alles eingetragene Herdebuchtiere, dort eingestallt. Anfang Jahr konnten die Züchter noch eine angrenzende Landparzelle zupachten und schafften damit ideale Voraussetzung für Weidehaltung und Heuernte.