Luzern gibt Geld für Biogasanlagen

Der Kanton Luzern will die Anzahl landwirtschaftlicher Biogasanlagen verdoppeln. Eine Massnahme, um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Förderprogramm. Ab dem 1. März können entsprechende Gesuche eingereicht werden. Gefördert werden unter anderem landwirtschaftliche Vergärungsanlagen.

Wie der Kanton Luzern mitteilt, hat Biogas als erneuerbarer Energieträger das Potenzial, einen Beitrag zu leisten, das kantonale sowie nationale Klimaziel «Netto Null 2050» zu erreichen. Der Kanton hat dazu im Februar 2025 seine neue Biogasstrategie vorgestellt. Der «Schweizer Bauer» hat darüber berichtet:

-> LU: Neue Strategie zur Biogas-Produktion

Eine Massnahme aus dieser neuen Biogasstrategie sieht die Einführung eines Förderprogramms vor. Mit diesem unterstützt der Kanton Luzern die Erstellung von Machbarkeitsstudien von Biogasanlagen finanziell. Der Förderbetrag beträgt 30% der Kosten der Machbarkeitsstudie bis maximal 25'000 Franken. Fördergesuche können ab 1. März 2026 bei der Dienststelle Umwelt und Energie eingereicht werden.

Potenzial von 115 GWh Biogasenergie

Eine Potenzialanalyse zeigt, dass im Kanton jährlich rund 250 GWh Energie aus Biogas erzeugt werden könnten. Aktuell liegt die Produktion bei etwa 135 GWh, womit erst rund die Hälfte des vorhandenen Potenzials ausgeschöpft wird. Die neue Strategie zielt deshalb darauf ab, die Biogasproduktion deutlich zu erhöhen.

Dabei sollen landwirtschaftliche, gewerbliche und industrielle Anlagen gleichermassen berücksichtigt werden. «Gefördert wird der Zubau verschiedener Anlagetypen – darunter landwirtschaftliche und gewerbliche Vergärungsanlagen sowie kommunale und industrielle Abwasserreinigungsanlagen», schreibt der Kanton.

-> Wie der Landwirt zum Klimaschützer wird

-> Warum das Biogasprojekt dieser Landwirte scheiterte

Bauernverband redet mit

Inhaltlich definiert die Strategie drei Handlungsfelder mit insgesamt elf Stossrichtungen. Vorgesehen sind unter anderem verbesserte planerische Grundlagen für Gemeinden, Unterstützung bei der Projektentwicklung sowie klarere Rahmenbedingungen für Investitionen. Die Umsetzung soll mit konkreten Zeitplänen, Zuständigkeiten und finanziellen Mitteln hinterlegt werden.

In die Überarbeitung wurden neben kantonalen Stellen auch wichtige Akteure wie der Luzerner Bauernverband, Ökostrom Schweiz, Energie Wasser Luzern sowie Betreiber bestehender Anlagen einbezogen. Parallel zur Biogasstrategie arbeitet der Kanton zudem an einer übergeordneten Strategie zur Dekarbonisierung der Gasversorgung, welche auch synthetische Gase und Power-to-Gas-Technologien berücksichtigt.

-> Hier finden Sie alle Informationen zum Einreichen eines Gesuchs

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