In Zug ist ein 1953 Meter langer Entlastungstunnel vorgesehen, der bei der Artherstrasse beginnt und unmittelbar vor der SBB-Unterführung Gubelstrasse endet. Die SBB-Unterführung und die Gubelstrasse bis zum Knoten Aabachstrasse werden umgestaltet. Kostenpunkt: 747,3 Millionen Franken. Bauzeit: 2034 bis 2041.
Zwei getrennte Kredite
In Unterägeri ist ein 1808 Meter langer Entlastungstunnel von der Sagenmattli bis zum Theresiaparkplatz geplant. Dieser soll rund 308,4 Millionen Franken kosten und zwischen 2033 und 2036 gebaut werden.
Dem Stimmvolk werden zwei getrennte Kredite unterbreitet. Dies hatte das Kantonsparlament im vergangenen Sommer so beschlossen – entgegen dem Willen der Regierung, die einen einzigen Kredit vorschlug. Der Rat stellte sich hinter die Projekte und beschloss das Behördenreferendum für beide Kredite, womit sie vors Volk kommen.
Lange Vorgeschichte
Die Ortszentren von Unterägeri und Zug werden seit Jahren vom Verkehr stark belastet. Die beiden Umfahrungen haben eine lange Vorgeschichte. In Unterägeri war eine solche bereits im Zusammenhang mit der Aufhebung der Strassenbahn ins Ägerital in den 1950er-Jahren ein grosses Thema. In Zug ist ein Tunnel seit den 1960er-Jahren Teil eines künftigen kantonalen Strassennetzes.
2015 hatte das Zuger Stimmvolk eine Variante eines Stadttunnels, der die Zuger Innenstadt vom Durchgangsverkehr hätte entlasten sollen, versenkt. Dies unter anderem wegen den hohen Kosten von 890-Millionen Franken.
