
.
Hafl
Lachgas ist ein stark klimaschädliches Treibhausgas. Es wirkt rund 300-mal stärker als CO₂. Mit dem neuen, freiwilligen Ressourcenprojekt «Lachgas» will der Kanton Luzern die Lachgasemissionen auf Landwirtschaftsbetrieben um 20 Prozent reduzieren.
Anmeldung zum Projekt weiterhin offen
Dafür stehen den Betrieben verschiedene Massnahmen zur Auswahl, die im Rahmen des Projekts auf ihre Wirksamkeit untersucht werden. Das schreibt die Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern und präsentiert: «Im Fokus stehen die Förderung einer erhöhten Stickstoffeffizienz sowie die Verminderung von Bodenverdichtungen, welche die Bildung von Lachgas zusätzlich fördern.»
Dazu gehöre beispielsweise der Einsatz von Pflanzenkohle, das Ausbringen von Hofdünger mittels Verschlauchung zur Minimierung von Bodenverdichtungen oder das Ausbringen von Untersaaten per Drohnenflug. Interessierten Betrieben steht die Anmeldung zum Projekt weiterhin offen.
Anmeldung und Beratung Lachgasprojekt
Interessieren Sie sich für das Lachgasprojekt und bauern in den Wahlkreisen Sursee und Hochdorf? Dann können Sie Ihren Betrieb ab sofort per E-Mail unter [email protected] unverbindlich für das Projekt anmelden.
Nach der Anmeldung findet laut dem Kanton Luzern eine individuelle Massnahmenberatung statt. Im Rahmen dieser Beratung werden die betriebsspezifischen Massnahmen definiert und offene Fragen geklärt. Anschliessend kann der Betrieb auf Grundlage der Beratung über eine Teilnahme am Projekt entscheiden. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2026 .
Ab 2027 setzen die teilnehmenden Landwirtschaftsbetriebe die gewählten Massnahmen während insgesamt acht Jahren um. Dabei wird untersucht, welche Massnahmen sich in der Praxis bewähren und wie sich Lachgasemissionen wirksam reduzieren lassen.
Der Kanton Luzern erklärt, dass es nach den langen Hitze- und Trockenperioden in diesem Sommer umso wichtiger sei, dass die Landwirtschaft einen Beitrag zum Klimaschutz leiste. «Während Klimaanpassungen – wie beispielsweise Verbesserungen im Wassermanagement – helfen, mit den veränderten Bedingungen umzugehen, setzt das freiwillige Ressourcenprojekt «Lachgas» beim Klimaschutz an», heisst es in der entsprechenden Mitteilung.
Mit gezielten Massnahmen gegen Lachgasemissionen
In der Landwirtschaft entsteht Lachgas vor allem nach der Stickstoffdüngung im Boden. Bei Bodenverdichtungen sind die Bedingungen für die Entstehung von Lachgas laut dem Kanton Luzern besonders günstig. «Ein effizienter Einsatz von Stickstoff und ein möglichst schonender Umgang mit dem Boden sind deshalb wichtige Ansatzpunkte, um Lachgasemissionen zu reduzieren», ist dieser gemäss seiner Mitteilung überzeugt.
Das im Juli 2026 gestartete Projekt umfasst die Wahlkreise Sursee sowie neu auch Hochdorf und wird von der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope wissenschaftlich begleitet. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und der Kanton Luzern unterstützen das Projekt finanziell.
Informationen und Beratung für interessierte Betriebe
Für interessierte Landwirtinnen und Landwirte aus dem Projektperimeter (Wahlkreise Sursee und Hochdorf) findet am 15. Oktober 2026 im BBZN Hohenrain ein Informationsanlass zum Ressourcenprojekt «Lachgas» statt. Weitere Informationen zum Projekt und die Anmeldung zum Anlass sind auf der Projektwebseite verfügbar.
Anmeldung Infoveranstaltung 15. Oktober 2026
Thema: Vorstellen des Lachgasprojekts, Grundanforderungen
Ort: BBZN Hohenrain, Sennweidstrasse 35, 6276 Hohenrain
Datum/Zeit: Donnerstag, 15. Oktober 2026, 19.30 – 21.00 Uhr
Zielpublikum: Interessierte Landwirtschaftsbetriebe aus der Projektregion (Wahlkreis Sursee und Hochdorf)
Anmeldungen: per Formular bis am 11. Oktober 2026. Nachträgliche Anmeldungen nur telefonisch möglich (041 349 73 32).
-> Hier geht’s zum Anmeldeformular und weiteren Informationen