
Das Entlebuch weist mit Abstand den geringsten Anteil an Siedlungsflächen im Kanton Luzern auf.
Unesco Biosphäre Entlebuch
Das Wachstum der Siedlungsflächen hat sich im Kanton Luzern in den letzten Jahren verlangsamt. Der knappe Baugrund wurde zunehmend für den Bau von Mehrfamilienhäusern genutzt, was auf eine dichtere Bauweise hindeutet. Dies geht aus der neu veröffentlichten Arealstatistik des Luzerner Statistikamts hervor.
Wie der Kanton mitteilt, fand die Ausdehnung der Siedlungsflächen in den letzten Jahrzehnten vor allem auf Kosten der Landwirtschaftsflächen statt. Dennoch werde auch im Jahr 2021, dem Zeitpunkt der letzten Datenerfassung, der grösste Anteil des Kantonsgebiets landwirtschaftlich genutzt.
Landwirtschaft auf 78'500 Hektar
Im Jahr 2021 machten die landwirtschaftlichen Nutzflächen mit 78'548 Hektaren 53 Prozent der Fläche des Kantons aus. Die Siedlungsflächen im Kanton sind gemäss Arealstatistik im Zeitraum zwischen der letzten Erhebung 2015/16 und der jüngsten Erhebung von 2021 um 364 Hektar gewachsen (+2,4%). 92 Prozent dieser neu entstandenen Siedlungsflächen wurden zuvor landwirtschaftlich (ohne Alpwirtschaft) genutzt.

Die Bodennutzung im Kanton Luzern, Stand 14.11.2025 (Total Fläche: 149’330 Hektar).
Bundesamt für Statistik / Arealstatistik
Im Jahr 2021 wiesen die Stadt Luzern, der Agglomerationskern und die Region Sursee/Sempachersee die höchsten Siedlungsflächenanteile auf. Den mit Abstand geringsten Anteil an Siedlungsflächen weist das Entlebuch auf. «In den Regionen Seetal und Rottal-Wolhusen dominieren die Landwirtschaftsflächen mit je einem Anteil von über zwei Dritteln», teilt der Kanton mit.
Dichtere Bauweise, aber mehr Wohnfläche pro Kopf
Gemäss der jüngsten Erhebung wurden im Kanton Luzern 4'739 Hektar als Wohnareale genutzt. Das entspricht 30 Prozent der gesamten Siedlungsfläche. Seit 1980/82 hat sich die Wohnfläche fast verdoppelt (+95,4 %). Dabei hat sich die Art der Bebauung verändert.
Bis 2015/16 entfiel mehr als die Hälfte des Zuwachses auf Ein- und Zweifamilienhäuser. Seither waren es nur noch 25 Prozent. 71 Prozent der zusätzlichen Wohnfläche entstanden dagegen bei Mehrfamilienhäusern. Dies deutet auf eine dichtere und somit bodensparendere Bauweise hin.
Gleichzeitig stieg die Wohnfläche pro Kopf von 80 auf 113 Quadratmeter, was einem Plus von 41,9 Prozent entspricht. Neben dem Bevölkerungswachstum sei auch der höhere Wohnflächenverbrauch für die Ausdehnung der Wohnareale verantwortlich.