
Baudirektor Hermann Epp, Oliver Indergand und Lukas Eggimann (v. l.) begutachten das Geschiebe im gefüllten Schipfenbachsammler in Silenen.
zvg
Heftige Niederschläge mit grossen Regenmengen führten am 17. Juli dazu, dass die beiden Geschiebesammler Schipfen und Selderbach in Silenen gefüllt wurden. Schätzungen des Amts für Tiefbau zufolge wurden rund 33’000 Kubikmeter von den Geschiebesammlern zurückgehalten.
Hochwasserschutzmassnahmen bewähren sich
Die Geschiebesammler gehören zu den umgesetzten Hochwasserschutzmassnahmen des Kantons Uri. Wie der Kanton mitteilt, dienen sie dazu, das unmittelbar darunter liegende Siedlungsgebiet und Kulturland vor Schäden zu schützen. «Einmal mehr hat sich gezeigt, dass unsere Schutzmassnahmen wie geplant funktionieren», erklärte Baudirektor Hermann Epp.
Am Samstagvormittag machte er sich zusammen mit Lukas Eggimann (Leiter der Abteilung Naturgefahren), Oliver Indergand (Projektleiter Wasserbau) und Fachleuten der SBB vor Ort ein Bild der Lage. «Wären die zwei Sammler nicht gewesen, hätte es massive Schäden gegeben», so Epp.
Räumungen müssen schnell erfolgen
Nach jedem grösseren Ereignis müssen die Geschiebesammler schnellstmöglich freigeräumt werden, damit die Bauwerke für das nächste Starkniederschlagsereignis wieder einsatzbereit sind. Ende Juni 2026 waren die beiden Geschiebesammler Tobel und Palanggenbach in Seedorf gefüllt worden. Die Räumungsarbeiten seien aktuell im Gange.
Während der Räumung aus den Sammlern wird das Geschiebe sortiert. Das Material wird entweder wiederverwertet oder nach Flüelen transportiert und im Konzessionsgebiet im Urnersee versenkt, so der Kanton.