Uri: Wolf im Meiental erlegt

Vergangene Woche hat der Kanton Uri einen Wolf zum Abschuss freigegeben. Nun wurde das Raubtier erlegt.

Der Wolf im Meiental (Gemeinde Wassen) wurde am Freitag in unmittelbarer Nähe zum Ort der vorangegangenen Nutztierrisse erlegt, teilt der Kanton Uri in einem Communiqué mit. Es handelt sich um ein männliches Tier.

Am 9. Juni 2026 hatte die Sicherheitsdirektion den Abschuss angeordnet. Der Wolf hatte zuvor auf der Alp «Heimkuhweide Fürlauwi» sechs Schafe getötet. Gemäss dem Urner Landwirtschaftsamt handelt es sich bei der Alp um eine nicht zumutbar schützbare Alp.

«Weil die erforderlichen Notfallmassnahmen nach dem Wolfangriff umgesetzt wurden, ist die Schadensschwelle von mindestens sechs getöteten Nutztieren erreicht», teilte der Kanton vergangene Woche mit. Weil weitere Übergriffe erwartet wurden, wurden als Notfallmassnahmen Elektrozäune erstellt.

Die Kantone können eine Abschussbewilligung für einzelne, nicht zu einem Rudel gehörende Wölfe erteilen, wenn in deren Streifgebiet mindestens sechs Nutztiere innerhalb von vier Monaten getötet werden, nachdem bereits früher Schäden durch Wölfe zu verzeichnen waren. Die Herden müssen jedoch geschützt sein respektive bei nicht zumutbar schützbaren Alpen müssen Notfallmassnahmen nach dem ersten Angriff umgesetzt sein.

Kommentare (2)

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  • Plüss heinz | 16.06.2026
    Perfekt so funktioniert 100% herdenschutz.
  • Erich | 15.06.2026
    Auch wenn’s gewisse Leute immer noch nicht begriffen haben, dann hätte der Wolf eine Chance gehabt , zu überleben. Entweder man karrt keine Tiere dort hinauf oder man ist nicht so geizig wie bisher, und betreibt ernsthaft Herdenschutz. Und zwar mit allem drum und dran. Selbstverständlich dürfen HSH in genügender Anzahl nicht fehlen. Das vom Junghund bis zum altgedienten Kämpfer alles dabei sein muss, versteht sich von selbst. Den nur die haben die Fähigkeit , sich dem Wolf entgegen zu stellen . Inklusive der Anwesenheit 24/7. Unter dem Strich, heisst das ganzheitlich zu denken und zu verstehen. Und nicht der jetzigen Geizkragenpolitik hinterher zu laufen. Wo jeder Franken schon umgedreht wird, bevor er auf dem Konto ist. Das Geld wartet schon in der Portokasse.
    Hirt, Hund und Zaun , und man könnte ohne Schaden Ende Saison wieder alles abbauen. Und wenn’s gar nicht geht überlässt man dieses Gebiet der Natur. Flächendeckender Herdenschutz lautet das Zauberwort.
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