
Insgesamt leisteten die Urner Forstbetriebe letztes Jahr 104’601 Arbeitsstunden, was laut dem Kanton Uri umgerechnet 57 Vollzeitstellen entspricht.
Kanton Uri
Die Kosten für die Pflege eines Kubikmeters Urner Wald erlauben bei weitem keine kostendeckende Bewirtschaftung des Waldes. Das zeigen die Zahlen des Urner Amts für Forst und Jagd aus dem Jahr 2025. So stehen durchschnittlich rund 165 Franken pro Kubikmeter einem durchschnittlichen Holzerlös über alle Holzsortimente hinweg von rund 74 Franken pro Kubikmeter gegenüber. Dies trotz eines Wertes, der deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 61 Franken liege, wie der Kanton anmerkt.
So hätten die Einnahmen der Forstbetriebe im letzten zu 38 Prozent aus öffentlichen Beiträgen, zu 39 Prozent aus Erlösen von Dienstleistungen und zu 23 Prozent aus Holzerlösen sowie weiteren Einnahmen bestanden.
Minus 370'000 Franken
Die Resultate der forstlichen Betriebsabrechnungen des Kantons Uri zeigen weiter, dass die Forstbetriebe der Urner Korporationsbürgergemeinden einen Gesamtumsatz von rund 10 Millionen Franken erwirtschafteten. Das Gesamtergebnis beträgt minus 370'000 Franken.
Insgesamt behandelten die Betriebe im Rahmen der Waldpflege 27'960 Kubikmeter Holz. Die aus dem Wald genutzte Holzmenge belief sich auf 22'022 Kubikmeter und lag damit laut dem Kanton rund 10 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Zudem pflegten die Urner Forstleute insgesamt 375 Hektar Wald, davon 332 Hektar Schutzwald. Gleichzeitig investierten die Forstbetriebe rund 1 Million Franken in Gebäude, Maschinen und Erschliessungen, wie es in der Mitteilung des Kantons Uri heisst.
22'022 Kubikmeter Holz verkauft
Im Jahr 2025 wurden aus den Wäldern von Kanton und Korporationen insgesamt 22’022 Kubikmeter Holz verkauft. Dies entspricht einer Abnahme von 1’180 Kubikmetern gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich wurden 5’938 Kubikmeter Holz gefällt und im Wald liegen gelassen. Dies vorwiegend bei Waldschäden in abgelegenen Gebieten, wie die zuständige Behörde schreibt. Das aus dem Urner Wald genutzte Holz wurde zudem zu 45 Prozent als Stammholz verkauft und zu 48 Prozent als Energieholz verwertet.
Der Kanton Uri und die Forstbetriebe fördern nach eigenen Angaben im Rahmen der Waldpflege gezielt die Waldverjüngung sowie eine grössere Baumartenvielfalt. «Mit Pflanzungen klimafitter Baumarten sollen die Wälder zudem widerstandsfähiger werden und sich besser an die zukünftigen klimatischen Bedingungen anpassen können», so die Begründung gemäss der Mitteilung.
14 Forstwartlernende
Insgesamt leisteten die Urner Forstbetriebe 104’601 Arbeitsstunden, was laut dem Kanton Uri umgerechnet 57 Vollzeitstellen entspricht. Gleichzeitig beschäftigen die Forstbetriebe und Forstunternehmen rund 85 Mitarbeitende und bilden 14 Forstwartlernende aus.
Zusätzlich sichern die Forstbetriebe mit der Vergabe von Aufträgen im Umfang von 3,53 Millionen Franken – vorwiegend an lokale Unternehmen – die Wertschöpfung in weiteren einheimischen Privatbetrieben. Gleichzeitig investierten die Forstbetriebe rund 1 Million Franken in Gebäude, Maschinen und Erschliessungen.