Von rund 1,7 Millionen Zugvögeln, die den Gotthardpass zwischen 2021 und 2024 überquerten, sei nur ein Anteil von 0,01 Prozent mit den Windenergieanlagen des Parks kollidiert, das zeige eine Studie, wie es in einer Mitteilung der Gesellschaft Parco eolico del San Gottardo vom Donnerstag hiess.
Die Studie wurde zwischen August 2021 und Juni 2024 vom Tessiner Biologen Federico Tettamanti durchgeführt. Besonderes Augenmerk galt demnach der Wirksamkeit des in der Zone Motto Bartola installierten Antikollisionsradars, das vorbeiziehende Vogelschwärme erkennt und die Anlagen während deren Passage vorübergehend abschaltet.
Öffentliche Konsultation
Die öffentliche Konsultation über die Erweiterung des Windparks am Gotthard dauert laut der Tessiner Regierung vom 25. März bis zum 8. Mai.
In Bezug auf die Nutzung der Windenergie stelle der Gotthardpass einen «besonders interessanten Standort» dar. Dies zeigten die Erfahrungen mit den fünf Windturbinen, die seit Herbst 2020 in Betrieb sind, so die Tessiner Regierung. Die Turbinen hätten jährlich bis zu etwa 13 Gigawattstunden produziert, vor allem im Winter, der «kritischsten Zeit» für die Stromversorgung.
Die Versorgung mit erneuerbaren Energien spiele eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes und des Energie- und Klimaplans des Kantons Tessin (PECC). Die Erweiterung des Windparks (Parco eolico del San Gottardo) sei eines der Ziele des PECC.
Auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie werde nun der Bau von zwei neuen Turbinen geplant. Diese sollen hinsichtlich ihrer Leistung und technischen Eigenschaften den bestehenden Turbinen entsprechen.
