
Das Ziel ist die Notversorgung mit dem lebenswichtigen Gut Wasser in der aktuellen Mangellage.
Gemeinde Untervaz
Im Kanton Schwyz gibt es rund 420 Alpbetriebe. Auf diesen werden rund 15’000 Rinder, Kühe und Kälber gesömmert. Die ausgeprägte Trockenheit des Sommers 2026 hat auch den Kanton Schwyz erfasst.
Vieh auf Alpen halten
Bei der Futterversorgung könne der Kanton nur begrenzt helfen, heisst es in einer Mitteilung. «Eine drohende Unterversorgung mit Tränkewasser lässt sich in vielen Fällen durch zeitlich beschränkte Notmassnahmen verhindern», heisst es weiter.
Mit den Geldern aus dem Lotteriefonds werden einerseits Wassertransporte finanziell unterstützt. Andererseits werden die Mittel für den Einsatz zusätzlicher technischer oder logistischer Massnahmen eingesetzt. Damit soll eine Abalpung so lang als möglich hinausgezögert werden. Mit dieser Massnahme könnten die Futterreserven der Talbetriebe geschont werden, schreibt der Kanton weiter.
Kantonaler Führungsstab eingesetzt
Die kantonale Unterstützung erfolgt nach einem abgestuften und subsidiären Verfahren. «Zunächst sind die Tierhaltenden gefordert, sämtliche betrieblichen Möglichkeiten auszuschöpfen», hält der Kanton fest. Reichen diese nicht aus, koordinieren die Gemeinden die verfügbaren lokalen und regionalen Ressourcen. Wenn die Tränkewasserversorgung damit nicht mehr sichergestellt werden kann, leistet der Kanton Unterstützung.
Wegen der besonderen Lage im Sömmerungsgebiet hat die Regierung den kantonalen Führungsstab (KFS) eingesetzt. Dieser prüft die konkreten Gesuche der Gemeinden. Sind die Möglichkeiten der Bewirtschafter sowie der Gemeinden ausgeschöpft, kann der KFS konkrete Unterstützung leisten: Dazu gehören das Bereitstellen von Material (Wasserleitungen, Pumpen, IBC-Container), falls notwendig der Einsatz des Zivilschutzes und, wo erforderlich, der externe Beizug von Unterstützungsleistungen wie beispielsweise Helikoptertransporte im Ausnahmefall.
«Der Kanton kann direkt vom Bewirtschafter ergriffene ausserordentliche Massnahmen unterstützen, sofern diese zeitlich dringlich und unerlässlich sind, um einen Wassermangel kurzfristig abwenden zu können», heisst es in der Mitteilung weiter.