Renaturierung Reuss: Projektanpassung

Der Kanton Luzern kommt im Projekt, mit dem die Reuss renaturiert und der Hochwasserschutz verbessert werden soll, Einsprechern entgegen: Der Galoppweg im Schiltwald in Emmen wird als eigenständiger Weg realisiert, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte

Die Projektänderung liegt nun bis am 25. Oktober in der Gemeinde Emmen öffentlich auf. Es ist dies die zweite Anpassung, die aus den Verhandlungen mit den Einsprechern hervorgeht.

Im Mai hatte der Kanton eine Projektanpassung im Studeschachen in den Gemeinden Root und Inwil bekannt gegeben. Dort war es unter anderem um den Standort eines Strommasts gegangen. Gegen das Hochwasserschutzprojekt sind 56 Einsprachen eingegangen. Die Verhandlungen hatten im Juni 2020 begonnen. Sie dürften noch bis Ende Herbst 2021 dauern.

Es könnte noch weitere Projektanpassungen geben, teilte die Staatskanzlei mit. Vorgesehen ist, die Reuss auf einer 13 Kilometer langen Strecke zu verbreitern und mit Schutzbauten auszustatten. Mit den 195 Millionen Franken teuren Investitionen sollen Schäden von bis zu 600 Millionen Franken verhindert werden. Zum Projekt gehört auch eine ökologische Aufwertung der Flusslandschaft.

Das Bett wird aufgeweitet, was über 30 Hektaren Fruchtfolgeflächen in Anspruch nehmen wird. Dieser Landverbrauch stösst bei Landwirten auf Kritik. Das ursprüngliche Projekt von 2016 war deswegen überprüft worden. 

Gemäss Auflageprojekt belaufen sich die Gesamtkosten für den Hochwasserschutz und die Renaturierung der Reuss auf rund 195 Millionen Franken. «Die naturnahe Gestaltung nach bundesrechtlichen Vorgaben erhöht einerseits die Sicherheit und schafft andererseits die Voraussetzungen für eine hohe finanzielle Beteiligung des Bundes gegen 80 Prozent», teilte der Kanton 2019 mit. Für einen Kredit über 25 Millionen Franken ist eine Volksabstimmung nötig. Die Stimmberechtigten werden sich voraussichtlich 2023 zum Projekt äussern können.

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