Russland: Agrarexporte schwächeln

Was bereits im ersten Quartal dieses Jahres abzusehen war, hat sich bis Ende Oktober fortgesetzt: Russlands Agrarexporte schwächeln.

Nach Angaben der Föderalen Zollbehörde (FCS) wurden von Januar bis Oktober 2025 Lebensmittel und landwirtschaftliche Rohstoffe im Gesamtwert von 31,5 Mrd. US-Dollar (25,1 Mrd. Fr.) ausgeführt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von 3 Mrd. Euro (2,8 Mrd. Fr.) oder 10,3%.

Zugelegt haben hingegen Russlands Importe von Agrargütern. Diese summierten sich der FCS zufolge im betrachteten Zeitraum auf einen Wert von 35,0 Mrd. $ (27,9 Mrd. Fr.). Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist das ein Plus von 10,2%.

Schon im vergangenen Jahr hatte der russische Agrarexport seine Dynamik eingebüsst. Laut FCS-Daten wurden im Gesamtjahr 2024 Lebensmittel und Agrarprodukte im Gesamtumfang von 42,6 Mrd. Dollar (33,9 Mrd. Fr.) exportiert. Damit wurde der Vorjahreswert um 1,1% unterschritten. Im Gegenzug legten die Agrarimporte um 7% auf 37,7 Mrd. $ (30,0 Mrd. Fr.) zu.

Diese Entwicklung dürfte Kremlchef Wladimir Putin überhaupt nicht schmecken. Er hat nämlich das ehrgeizige Ziel vorgegeben, die russischen Agrarexporte bis 2030 auf 55,2 Mrd. Dollar (44,0 Mrd. Fr.) zu steigern. Im Vergleich zum Jahr 2021 wäre dies ein Zuwachs um 50%. Die wichtigsten Agrarprodukte, die Russland ins Ausland liefert, sind neben Getreide vor allem Hülsenfrüchte, Öl- und Fettprodukte sowie Fisch und Meeresfrüchte.

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