Salzburg erlaubt Abschuss bestimmter Wölfe

aiz/sda |

Der Abschuss bestimmter Wölfe ist im österreichischen Bundesland Salzburg seit Freitag erlaubt.  Die Landesregierung hatte sich darauf im Juli geeinigt

Grund dafür war das lange dauernde Bescheidverfahren, das sich als ungeeignetes Instrument herausgestellt hat. Die Entnahme von Problemwölfen darf nach wie vor nur unter strengen Rahmenbedingungen stattfinden.

Wenn ein Wolf zahlreiche Nutztiere wie Schafe gerissen habe und auch alle Massnahmen zum Herdenschutz nichts nützten oder nicht zumutbar seien, darf das Raubtier innerhalb von vier Wochen geschossen werden, geht aus der Verordnung hervor, die nun in Kraft ist.

Für die Entnahme eines Problemwolfes gelten mehrere klar definierte Voraussetzungen:

  • Er muss einen erheblichen Schaden verursachen und durch genetische Analyse bestätigt werden.
  • Herdenschutzmassnahmen müssen von ihm entweder überwunden worden sein oder als nicht zumutbar, nicht geeignet beziehungsweise mit einem unverhältnismässigen Kostenaufwand verbunden sein. 
  • Das Entnahmegebiet sowie der Riss sind sachverständig zu beurteilen und festzulegen. 
  • Vorgesehen ist eine Frist von vier Wochen für die Entnahme, diese beginnt immer nach einem neuerlichen Rissvorfall zu laufen und der entsprechende Zeitraum wird laufend auf der Homepage des Landes aktualisiert.
  • Die Entnahme eines Problemwolfes darf nur von Personen vorgenommen werden, die in den festgelegten Gebieten jagdausübungsberechtigt sind.

Zur Unterstützung der Landwirte nach erfolgten Rissen wird das Notfallteam des Österreichzentrums Bär, Wolf, Luchs für die Durchführung von vorübergehenden Herdenschutzmassnahmen angefordert.

Laut Verordnung ist der Abschuss in den Jagdgebieten Rauris sowie in den angrenzenden Regionen Kaprun-Fusch und Gastein West möglich. Die Landesregierung hatte sich im Juli nach einer Häufung von Wolfsrissen auf die Verordnung geeinigt.

In Österreich sind nach bisherigen Angaben der Bundesregierung in dieser Alpsaison mehr als 200 Schafe von Wölfen getötet worden. Im Land leben nach Schätzungen zwischen 30 und 40 Exemplare der Raubtiere. Wölfe sind im Grunde streng geschützt. Bergbauern bangen seit einigen Jahren um die Sicherheit ihrer Tiere. Naturschützer kritisieren jede Möglichkeit zur Bejagung von Wölfen.

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