SBV befürchtet mehr Bürokratie

Der Schweizer Bauernverband (SBV) kritisiert die am Montag von Economiesuisse vorgestellten Pläne für die Agrarpolitik 22+.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) kritisiert die am Montag von Economiesuisse vorgestellten Pläne für die Agrarpolitik 22+.

Das Rezept von Economiesuisse diene vor allem dem eigenen Interesse, den Grenzschutz abzubauen, schreibt der SBV in einer Medienmitteilung. Dieses einseitige Verfolgen nur einzelner Interessen sei für den SBV nicht akzeptabel. "Der Grenzschutz ist für sie eine der wichtigsten und wirkungsvollsten agrarpolitischen Massnahmen. Eine Schwächung ist nicht angebracht, das hat auch die Wirtschaftskommission des Nationalrates in ihrem Brief an den Bundesrat bezüglich eines Freihandelsabkommens mit den USA festgehalten", betont der SBV.

Economiesuisse hatte gestern eine Studie zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik vorgestellt. Dort wird ein Umbau des Direktzahlungssystems propagiert. Was der Wirtschaftsverband als Vereinfachung sieht, hält der Bauernverband für eine unnötige Verkomplizierung. Ein grosser Teil der Aufgaben an die Kantone zu verlagern, würde zu einem massiv höheren administrativen Aufwand und einer Ungleichbehandlung der Betriebe führen, so der SBV. 

Der SBV zeigt sich erstaunt, dass sich der Wirtschaftsdachverband "lieber um Landwirtschaftsthemen" statt um die grossen Themen wie beispielsweise Unternehmenssteuerreform kümmert, welche die Wirtschaft bewegen.

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