Die Schweizerische Energiestiftung (SES) will eine höhere Akzeptanz von Solar- und Windenergieanlagen in der Bevölkerung. Unter anderem schlägt sie dazu einen Mindestabnahmepreis für sauberen Strom aus kleinen und mittelgrossen Anlagen vor.
Die direkte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sei massgeblich für das Gelingen der Energiewende, schrieb die SES am Donnerstag in ihrer Medienmitteilung. Gestützt auf eine Studie hat sie dazu Vorschläge präsentiert.
3 Massnahmen
Die Stiftung schlägt drei Massnahmen vor. Erstens soll schweizweit ein Preis für den Strom garantiert werden, der aus kleinen und mittelgrossen Photovoltaik-Anlagen ins Netz eingespiesen wird. Zweitens soll es nicht nur am Standort einer Anlage, sondern im gesamten lokalen Verteilnetz möglich sein, selbst produzierten Strom zu verbrauchen.
Drittens soll vorgeschrieben werden, dass Standortgemeinden sowie Anwohnerinnen und Anwohner in neue Anlagen investieren können. Ziel ist dabei, namentlich die Akzeptanz von Windkraftwerken zu verbessern.
- Bei den derzeit eingesetzten Finanzierungsinstrumenten für erneuerbare Energien ist fehlende Planungs- und Investitionssicherheit ein zentrales Hindernis für die Entwicklung von Bürgerinnnen-Beteiligungsprojekten. Ein schweizweit einheitlicher und langfristig garantierter Rückliefertarif für eingespeisten Strom aus kleinen und mittelgrossen Photovoltaikanlagen (< 500 Kilowatt) könnte hier Abhilfe verschaffen und damit den Ausbau befördern.
- Das Modell der «Zusammenschlüsse für den Eigenverbrauch» sollte erweitert werden, so dass Eigenverbrauch nicht nur am Ort der Produktion, sondern im gesamten lokalen Verteilnetz möglich ist. Dies schafft Anreize, verfügbare Flächen vollständig für Photovoltaikanlagen zu nutzen und die brachliegenden Potenziale optimal auszuschöpfen.
- Ähnlich wie in Dänemark sollte die Pflicht eingeführt werden, dass ein bestimmter Anteil des Eigentums neuer erneuerbare Energie-Anlagen – beispielsweise 20 Prozent – für Investitionen von Anwohnerinnen und Standortgemeinden geöffnet werden. Damit kann die Bevölkerung besser eingebunden werden, was die Akzeptanz – gerade bei Windkraftprojekten – verbessern kann.
Gesamtgesellschaftliches Projekt
Die Energiewende müsse ein «gesamtgesellschaftliches Projekt» werden, fordert die SES. Andernorts in Europa komme der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie rascher voran als in der Schweiz – und die Zeit dränge.
Die Studie versteht die Stiftung als Beitrag zur Debatte über ein neues Energiegesetz. Im Auftrag der Stiftung hatte der Politikwissenschaftler Benjamin N. Schmid die Förderpolitik Dänemarks, Deutschlands und Österreichs sowie Schottlands und der belgischen Region Wallonien verglichen.

Vielleicht versuchen sie es dann auch mit zwei aktuellen, aber ebenso schlechten Polittools der CH-Agrarlobby: Grenzschutz und "Direktzahlungen für gemeinwirtschaftliche Leistungen"
= CH-Agrarpolitik als schlechtes Vorbild... Hände weg vom süssen Gift!!