Sorgen am EU-Schweinemarkt

Deutschland, wo bereits ein Überhang von über 700'000 schlachtreifen Schweinen besteht, und acht weitere EU-Länder sind mittlerweile mit Problemen infolge der Afrikanischen Schweinepest konfrontiert. Dem gesamten EU-Markt macht nun aber die zweite Corona-Welle in zweifacher Hinsicht zu schaffen.

Deutschland, wo bereits ein Überhang von über 700'000 schlachtreifen Schweinen besteht, und acht weitere EU-Länder sind mittlerweile mit Problemen infolge der Afrikanischen Schweinepest konfrontiert. Dem gesamten EU-Markt macht nun aber die zweite Corona-Welle in zweifacher Hinsicht zu schaffen.

Zum einen fallen quer durch Europa dringend benötigte Arbeitskräfte in Schlachtung und Fleischverarbeitung aus, zum anderen bricht durch verhängte Lockdowns im HoReCa-Bereich (Hotel/Restaurant/Café) ein wichtiger Absatzmarkt zunehmend weg.

Wie schon bei der ersten Corona-Welle verlagert sich der Warenstrom wieder stärker in Richtung Detailhandel, was allerdings nur einen Teil des HoReCa-Ausfalls kompensieren kann. Die deutsche Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat ihren Basispreis für Schlachtschweine für den Zeitraum vom 29. Oktober bis zum 4. November zwar unverändert belassen, die quasi eingefrorene Notierung scheint aber die Marktrealität nicht vollständig abzubilden. 

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