Fünf starke Siegerkühe an der Berner Junior Expo

Die Berner Jungzüchter präsentierten am Donnerstag dem Publikum und zwei versierten Rindern ihre schönsten Kühe. Insgesamt wurden fünf Siegerkühe gefeiert.

Adrian Haldimann |

Dieses Jahr führen die Berner Jungzüchter bereits ihre 31. Berner Junior Expo in Thun durch. Die Nachfrage ist ungebrochen hoch. Am Donnerstag wurden die Kühe ausgestellt und würdige Siegerinnen gekürt . Am Samstag folgt die Rindershow.

Hier gehts zum Katalog.

Richter aus Kanton Uri und Luzern

Die kompetenten Richter sind Daniel Gisler, Bürglen UR, für die Rassen Simmental, Swiss Fleckvieh und Original Braunvieh. Florian Pfulg aus Romoos LU ist zuständig für Red Holstein/Holstein und Brown Swiss. 

Pfander gewinnt mit der Simmentalerkuh Odessa

In fünf Kategorien gaben die Jungzüchter und Jungzüchterinnen mit ihren eindrücklichen Simmentalerkühe ihr Bestes. Ins Finale schafften es folgende Schönheiten: Amur Thaiti von Selina Schärz, Aeschi BE; Titus Maloya von Tamara Grossen, Kandergrund BE; Azaleo Schneeflocke von Christian Kneubühl, Saxeten BE; Dällebach Odessa von Samuel Pfander, Bleiken BE; Fels Ibiza von Lena Krähenbühl, Oberhünigen BE, und  Champion Melody, Anja Gerber, Schangnau BE. 

«Sie ist eine Kuh mit extrem viel Kapazität, eine Kuh mit sehr viel Ausstrahlung, aber auch eine Kuh mit einem hervorragenden Euter.» Gisler beschrieb mit diesen Worten die überragende Dällebach-Tochter Odessa und wählte sie zur Simmental-Siegerin.  «Es gab für mich heute keine Auswege mehr – es ist eine extrem ausgeglichene Kuh», schwärmte der Braunviehzüchter, der sichtlich gefallen fiel an der zweitlaktierenden Odessa, die mit dem Maximum von 4444 94 punktiert ist und VG 86 beschrieben ist. Odessa stammt aus der Zucht von Daniel und Adelheid Graf, Bleiken, und wechselte als Erstlaktierende in den Stall von Samuel und Marisa Pfander.

Dem Sieg nahe war Lena Krähenbühl aus Oberhünigen BE mit ihrer  Fels Ibiza, die den Reservesieg holte. Die Ehrenerwähnung ging an Champion Melody von Anja Gerber, Schangnau BE.

Daria Graf siegt mit Kilian Nevada

Auch bei der Rasse Swiss Fleckvieh war Genetik von Daniel und Adelheid Graf aus Bleiken in aller Munde. An Kilian Nevada, die von Daria Graf, Bleiken BE, ausgestellt wurde, kam nämlich keine Kontrahentin heran. Sie setzte sich gegen acht weitere Kategoriensiegerinnen durch und gewann den Championtitel Swiss Fleckvieh. Die drittlaktierende Nevada EX-92, die 5555 96 punktiert ist, stammt aus einer langlebigen Ikoo-Mutter und machte selber einen extrem jugendlichen Eindruck. «Eine absolute Hammerkuh von Kopf bis Fuss», sagte Gisler gleich mehrfach. 

Nevada verdrängte Lorbas Nala von Joel Fankhauser, Süderen BE, auf den Reserveplatz. Die Ehrenerwähnung ging an Oehrli’s Pedro Pierina von Severin Oehrli, Teuffenthal BE. In einem starken Line up für die Championwahl standen zudem Sunside Leandro Ivenca von Patric Stucki, Uebeschi BE; Studema’s Odyssey Ramona von Christian Staudenmann, Sangernboden BE, und Hamilton Kyla P von Jan Jungen, Süderen BE.

Fahrnis holen Siegertitel bei Red Holstein

Einen erneut starken Auftritt an der Red-Holstein-Schau mit mehreren Toprangierungen hatten die Familien Gerber und Thomi aus Signau, resp. Eggiwil. So holte Matthias Gerber aus Signau mit der typstarken Gratgerber’s Power Baylee ausgestellt von Olivia Reber, Signau BE, den Reserve-Champion-Titel. Sein Bruder Roland Gerber, Eggiwil, erhielt mit der jungen Thomi’s Achilles Nava, die Ehrenerwähnung. 

Die Show konnte den seit Jahren erfolgreichen Züchtern und Ausstellern aus dem oberen Emmental einzig Familie Christine und Ueli Fahrni aus Rumisberg BE stehlen und zwar mit ihrer Fahrni Attraction Kamilla, ausgestellt von Michelle Fahrni, Rumisberg BE. Sie präsentierte sich dermassen komplett und ausgeglichen, dass man nicht an ihr vorbeikam. Richter Florian Pfulg sagte: «Ich denke, diese Kuh hat heute nicht das letzte Mal gewonnen – eine absolut fantastische Kuh.» Die zweitlaktierende Kamilla 4344 89 stammt aus Fahrni Bad Kiwi und geht über eine Artiste- und eine Addiction-Tochter auf Fahrni Raby Karissa EX-91 zurück.

In der Endauswahl standen neben diesen drei Siegerkühe zudem Moser’s Power Liz von Marylou Neuhaus, Guggisberg BE; La Matenne Bale Smily von Antony Liechti, Fornet-Dessous BE, und Sunside Arland Sg Maureene von Martina Stucki, Uebeschi BE.

ScheHol Legend Kendra räumt bei Holstein ab

In acht Kategorien konnte das Züchterpublikum viele starke schwarze Holsteintiere entdecken. Folgende Spitzenkühe wurden von Richter Florian Pfulg fürs Finale bestimmt: Gratgerber’s Delta-Lambda Chalou von Matthias Gerber, Signau BE; FanHol Showking Waruschka von Sven Fankhauser, Trub BE; Güdel’s Chief Chelsey, Sabrina Schneider, Belp BE; ScheHol Legend Kendra von Aline Schenk, Rüderswil BE; Ptit Coeur Royalcrush Lilly von Maria Zahler-Gfeller, Schangnau BE, sowie Mattenhof Magnitude Patricia von Laura Hasler, Röthenbach BE.

Wie siegen geht, wusste ScheHol Legend Kendra bereits, denn sie gewann im Oktober die Vergleichsschau in Schangnau. Nun setzte sich die top ausbalancierte Legend-Tochter gegen zahlreiche starke Mitstreiterinnen durch und gewann den Championtitel. Die Zweitlaktierende ist mit dem Maximum 4444 94 punktiert und in der ersten Laktation G+84 eingestuft. Ihre Mutter ist eine leistungsstarke Mogul-Tochter. 

Als Reservesiegerin ging Ptit Coeur Royalcrush vom Platz, die Ehrenerwähnung erhielt Mattenhof Magnitude Patricia.

Sterchis und Feuz dominieren bei Braunvieh

Auch bei der Rasse Braunvieh sind die Jungzüchter jeweils mit interessanten Tieren am Start. Bei den Kühen wurden je zwei Kategorien Brown Swiss und Original Braunvieh ausgestellt. Spätestens jetzt fühlten sich die  Richter und Braunviehzüchter Dani Gisler und Florian Pfulg auch im Bernbiet zuhause. In den Championwahlen mischten sowohl BS- als auch OB-Tiere mit. Im Finale standen Batzlis Adee Chantal von Céline Batzli, Därstetten BE; Anakin Bessy von Lukas Feuz, Gsteigwiler BE; Strickler’s OB Omar Odessa von  Martin Bergmann, Abländschen BE; Rufi’s BS Julius Saarela von Nicola Sterchi, Aeschi BE; Omar Orella von  Lukas Feuz, Gsteigwiler BE, und c

Letztere machte das Rennen: «Wir mussten nicht lange diskutieren, sie ist eine klare Siegerin und eine absolut würdige Siegerin», sagte Gisler, nachdem er die typstarke Sorella zum Champion bestimmte. Die Huge-Tochter steht bereits seit vergangenem Februar in der dritten Laktation und ist frisch EX-92 eingestuft.

Den Reservesieg ging an die OB-Kuh Omar Orella von Lukas Feuz, Gsteigwiler BE, die Ehrenerwähnung ging erneut an eine Kuh aus dem Stall von Thomas Rufener, Heimenschwand, und zwar an Rufi’s BS Julius Saarela, ausgestellt von Nicola Sterchi, Aeschi BE.

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