Expo Bulle: Kilian Nevada holt SF-Sieg

Der erste Schautag der Expo Bulle startete am Freitag mit der Rasse Swiss Fleckvieh. Insgesamt 149 Tiere wurden angemeldet, wobei sich die Kilian-Tochter Nevada besonders feiern lassen durfte.

Seraina Pünter |

Zum Auftakt der 51. Expo Bulle gehörte der Ring in der Halle Espace Gruyère den Swiss Fleckvieh Kühen. In neun Abteilungen präsentierten die Züchterinnen und Züchter ihre besten Tiere und sorgten bereits ab dem  Vormittag für hochstehende Entscheidungen.

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Am Abend des ersten Schautages findet zudem mit dem Swiss National Sale eine hochkarätige Auktion mit Tieren aus national und international bekannten Kuhfamilien statt. Der Auftakt beginnt dabei um 19:00 Uhr mit einem reichhaltigen Apéro. Die Versteigerung startet um 20:00 Uhr, wobei durch die Zusammenarbeit mit Genetics Sale die Möglichkeit besteht, online mitzubieten. 

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Morgen Samstag sorgen dann die schwarzen und roten Holsteinkühe für Gänsehautmomente. Der kanadische Richter Jamie Black wird die Ehre haben, die Nachfolgerinnen der beiden amtierenden Nationalsiegerinnen Longeraie Armagedon Gentiane bei den Holsteins und Ptit Coeur Atomic Pastille bei den Red Holsteins zu erküren. Dabei werden erneut zahlreiche Spitzenkühe aus der Schweizer Holstein- und Red-Holstein-Zucht im Ring erwartet.

Sein Auge ist gefragt

Das Amt des Richters führte Simon Eichenberger aus. Der 40-Jährige bewirtschaftete in Arni im Emmental im Kanton Bern einen Milchviehbetrieb mit Swiss Fleckvieh und Simmental. Auf seinem Betrieb hielt er eine mittelgrosse Milchviehherde mit eigener Nachzucht, wobei ein Teil der Tiere jeweils im Berner Oberland gesömmert wurde. Neben der Milchproduktion legte er grossen Wert auf Zucht und Exterieur, und seine Tiere wurden regelmässig an Ausstellungen präsentiert. Als Züchter konnte er selbst mehrere bedeutende Ausstellungserfolge erzielen, unter anderem Miss-Titel an der Junior Expo Thun sowie an der Bernischen Eliteschau.

Seit 2015 ist Eichenberger als Experte tätig und durfte in seiner Laufbahn bereits verschiedene bekannte Ausstellungen, wie beispielsweise die Swiss Expo oder die Junior Expo Thun richten.

Abteilungssiegerinnen Jüngere

Die ersten Würfel sind gefallen

Die Swiss Fleckvieh Kühe eröffneten die Expo Bulle mit viel Qualität im Ring und sorgten bereits am ersten Ausstellungstag für starke Entscheidungen. «Wunderbare Bilder, Kühe, die perfekt ins Zuchtziel passen, Top-Euter, Kühe, die man sehr gerne haben möchte und am Morgen gerne melkt», beschrieb der Richter die Qualität der jungen Kühe bei den Swiss Fleckvieh. Sechs Kühe standen nach den drei Abteilungen mit Erstlaktieren noch einmal im Ring zur Endauswahl um den Junior-Titel. Lautes Klatschen, begleitet von spannungsmachender Musik im violetten Licht, sorgte für eine eindrückliche Atmosphäre im Ring und liess so manches Züchterherz höher schlagen.

Der Jubel war gross, als Richter Simon Eichenberger die Entscheidung bekannt gab. In einem sehr engen Kampf setzte sich Hohgantranch Elias Estelle von David Mani, Schwenden BE, als Junior Champion Swiss Fleckvieh durch. Zur Reserve Junior Champion wurde Semino Venezuela von Julien Saudan, Châtel-St-Denis FR gewählt. Beide Kühe überzeugten insbesondere durch ihre Körperbreite und Beckenbreite sowie durch viel Typ und Ausstrahlung. Der Typ der Elias-Tochter mit dem extrem stabilen Rücken, dem guten Fundament sowie einem vorzüglichen Euter machte sie zur diesjährigen Junior Champion bei Swiss Fleckvieh. Für die junge Kuh ist es nicht das erste Mal, dass sie im Rampenlicht steht: Bereits an der Junior Expo in Thun konnte sie den Junior-Champion-Titel gewinnen und gehört damit zu den erfolgreichsten jungen Swiss-Fleckvieh-Kühen der aktuellen Schausaison.

Junior Champion Swiss Fleckvieh

Abteilungssiegerinnen Ältere

Roxel Enya vor Kilian Nevada

Nach den Erstlaktierenden folgten die Rangierungen der älteren Kühe, welche bis auf die hintersten Plätze überzeugten. Als weiteren Höhepunkt folgte die Wahl des Schöneuterchampions Swiss Fleckvieh.

Eichenberger zeigte sich erneut  beeindruckt von der Qualität im Ring: «Geschätzte Zuschauer, wir sehen hier ein wunderbares Bild mit Kühen mit hervorragenden Eutern, viel Drüsigkeit und Beaderung», erklärte der Berner Richter. «Hier gibt es richtige Gänsehautmomente. Euter, die mich extrem beeindrucken. Jede Kuh hätte es verdient, für zwei musste ich mich entscheiden», erklärte der Experte weiter.

Den Titel Schöneuter Champion Swiss Fleckvieh sicherte sich Roxel Enya von Florian Nydegger, Helgisried BE. Sie überzeugte mit einem hervorragend aufgehängten, drüsigen Euter sowie der noch etwas besseren Zitzenplatzierung im Vergleich zur Reservekuh. Zur Reserve Schöneuter Champion wurde Kilian Nevada von Daniel und Adelheid Graf, Bleiken BE gewählt, die insbesondere mit einer sehr guten Euteraufhängung sowie --höhe überzeugte.

Schöneutersieger

Am Ende gewinnt Nevada

Auch die Championwahl liess so manches Züchterherz höher schlagen, Momente für die viele der Anwesenden Leben. «Ich bekomme richtig Gänsehaut, wenn ich diese Kühe hier sehe», so Eichenberger vor seinem wohl schwierigsten Entscheid des Tages. Für das Finale stellte er nochmals sechs Kühe ins Line-up, bevor er die Entscheidung traf. Für mich war es eine sehr enge Entscheidung. Die Championkuh ist im Becken noch eine Spur feiner als die Reserve», begründete der Richter seine Wahl.Den Titel Champion Swiss Fleckvieh gewann Kilian Nevada von Daniel und Adelheid Graf, Bleiken BE. Auf den zweiten Platz und damit zum Reserve Champion wurde Schwarzbach Aslan Hanova von Florian Matter, Rubigen BE gewählt. Als Mention Champion wurde Strubelblick Kilian Mayla von Fritz Wenger, Pohlern BE ausgezeichnet.

Champion Swiss Fleckvieh

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