Die Franzosen lehrten die Schweizer Montbéliarde-Züchter das fürchten. Sie holten den Rindermiss- Titel wie auch die Championne.
«Das war für mich etwas ungewohnt», betonte Jean Siegenthaler, Mont-Soleil. Er war Richter der Montbéliarde-Rasse. Er zeigte sich beeindruckt von den Spitzentieren. Und diese kamen nicht selten aus unserem westlichen Nachbarland.
Es begann schon bei den beiden Rinderkategorien: Die Urbaniste-Tochter Forever der Gaec Vivieroche und du Parterre aus La Rochelle stellte mit ihrem Schliff und ihrem Ausdruck die gesamte Konkurrenz in den Schatten. Ihr tat es Micmac Ellia der Gaec La Route Blanche aus Valleiry gleich. Mit ihrer Oberlinie und der enormen Entwicklung sicherte sie sich den Sieg als Rinderchampionne.
Die schöne Französin Redon Danefère der Gaec le Champenois, Frangy, war nicht zu schlagen. Sie überstrahlte schon die Schau in Besançon. Ihr starker Ausdruck und das drüsige, satt sitzende Euter war eine Klasse für sich. Den Reservetitel holte ihre Landsmännin Santon Vanne, Stallkollegin der Rindermiss. Gut war da noch Nikos Vendange der Gebrüder Rey, Les Verrières. Ihr Euter sass extrem hoch. Siegenthaler kommentierte kurz und knapp: «simple excellent!» Somit war klar, sie wurde die Euterchampionne - vor Redon Danefère.