World Dairy Expo: Schweizer Genetik holt Reserve-Sieg

Mit Plantahofs Polykarp hat der Reserve Grand Champion der Brown-Swiss Schau in den USA einen Schweizer Vater. Grand Champion wurde Dublin-Hills Treats von Elie Dairy, Peter Vail und Ken Main aus New York.

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Mit Plantahofs Polykarp hat der Reserve Grand Champion der Brown-Swiss Schau in den USA einen Schweizer Vater. Grand Champion wurde Dublin-Hills Treats von Elie Dairy, Peter Vail und Ken Main aus New York.

Am Donnerstag ging die Brown-Swiss-Schau in Madison mit viel Swissness zu Ende. Unter den Klängen des Liedes von Adolf Stähli,  «Wenns dr einisch nid guet geit, bruchsch a Fründ, wo zue dir steit», machte Richter Chris Lahmers in Madison USA die kanadische Tochter des Schweizer Stieres Plantahof Polo Polykarp, Ja Ka Hillary Hillibilly von Bradner Farms aus Abbotsford BC zur Reserve Grand Champion. Sie wurde vorgängig bereits Reserve Senior Champion.

Dublin-Hills Treats vorne

Den Grand-Champion-Titel holte sich der  Senior Champion  Dublin-Hills Treats von Elie Dairy, Peter Vail und Ken Main aus New York. Sie ist eine Tochter von Kruses Ponente Franco. Den Titel Honourable Mention Grand  holte sich der  nachträglich eingeschriebene Intermediate Champion Hills Valley Perfector Ritz von Valley Farms, New York. Reserve Intermediate wurde Cutting Edge B Gretchen, eine Tochter von Legacy Bonanza von Elite Dairy, Peter Vail und Ken Main. Honourable Mention wurde Frosted Sieg Wammy-ET, eine  Victor aus Top Acres Peerless Wyla-Et von Ben Sparrow, Owenton Kentucky.

Tiefe, offene Rippe

Richter Chris Lahmers hatte mit Hilfsrichter Jeff Brown über 200 Kühe und 174 Rinder zu richten. Er suchte bei den älteren Kühen die Typen mit tiefer, offener Rippe und gut aufgehängten Eutern. «Auf Voreuter, Zitzen und Zentralbänder achtete er wenig», erklärte Martin Rust, der sich als Fachbereichsleiter Zucht zusammen mit Direktor Lucas Casanovas und der anwesenden Spitze von Swissgenetics über das Abschneiden der drittplatzierten Wagor-Tochter Eloc Kandid und der Polykarp-Tochter auf dem Reservesieger-Podest bei den Grand-Champion-Wahlen sehr freute.

Die älteren Kühe zeigten enorm viel Länge, gerade Topline, enorme Grösse und Tiefe mit meist viel Rippe; echte Flaggschiffe. Dass die Brown-Swiss-Rasse-Zeit zum Reifen braucht, zeigten die jüngeren Kühe, die oft noch kaum harmonisch waren und noch nicht die Euter der älteren Kühe zeigten. Bei diesen Kühen achtete der Richter stark auf flache Knochen und hohe Euterböden. Die  für Schweizer Geschmack oft sehr langen Zitzen wurden meist zünftig  geklebt. In Sachen Euter und Ausgeglichenheit in den Kategorien kommt Madison  kaum an nationale Brown-Swiss-Schauen in der Schweiz  heran.

Unruhige Rückenlinien

Die Rinder  zeigten auffällig unruhige Rückenlinien, noch wenig Tiefe und Rippe  und waren mit hohen Schwanzansätzen nicht gerade das, was begeistern kann. Rinder-Champion wurde Jo Dee James Nikeisha von Arethusa Farms, Connecticut (Emory James Jetway) vor Just So Agenda Chorus von Otis Johnson, Wisconsin. Aufgefallen bei den Rindern sind die Töchter von Wonderment, Agenda und Total.

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