
Dutzende Kälber wurden von Dieben weggebracht. (Symbolbild)
Monika Gerlach
Der Fall in Südbrandenburg ereignete sich auf einer Weide in Vetschau bei Cottbus. Wie rbb24.de berichtet, bemerkte der Landwirt den Diebstahl am Freitagmorgen. Er wollte seine Rinder impfen. Dabei bemerkte er, dass 48 Tiere der Herde fehlten.
Profis vermutet
Gegenüber rbb sagte der Landwirt , dass es sich um Mutterkühe und Kälber im Alter zwischen sechs und zehn Monaten handelt. Als Diebe vermutet er Profis. Es sei nicht einfach, so viele Tiere einzufangen und zu verladen. Den Schaden beziffert die Polizei auf 75’000 Euro (68’670 Fr.).
Der noch grössere Vorfall ereignete sich am 22. April. Damals wurden aus einem Stall der Agrargenossenschaft Gräfendorf in Uebigau-Wahrenbrück 70 Kälber gestohlen. Wie der Vorstandsvorsitzende Michael Jänsch gegenüber rbb24.de sagte, handelt es sich ausschliesslich um weibliche Jungtiere der Rasse Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind im Alter zwischen drei und sechs Monaten. Die zehn kleinsten Kälber nahmen die Diebe nicht mit.
Seltene Rasse gestohlen
Jänsch vermutete, dass die Täter mit einem Lastwagen an den Stall gefahren sind und das Tor aufgebrochen haben. Anders hätten sie die Tiere sonst nicht wegbringen können. Die Polizei sicherte mehrere Spuren, auch jene eines Lastwagens. Beim Niederungsrind handelt es sich um eine sehr seltene Rasse. Wie Jänsch gegenüber rbb24.de sagte, gibt es in Deutschland nur noch 4000 Tiere. Die Agrargenossenschaft hat die Rasse mit Unterstützung von EU-Geldern gezüchtet.
Jänsch geht aber davon aus, dass die Tiere nicht wegen der Rasse gestohlen wurden, sondern wegen des Fleischs und der Milch. «Was in den letzten Monaten immer noch vernünftiges Geld gebracht hat, war Rindfleisch», sagte Jänsch zum Nachrichtenportal . Wegen der Ohrmarken geht er davon aus, dass die Tiere auch aus Deutschland weggebracht wurden. Die Polizei ermittelt nun wegen besonders schweren Diebstahls. Sie schätzt den Schaden auf rund 50’000 Euro (46’000 Fr.). Ein Teil des Schadens sei durch die Versicherung gedeckt, sagte Jänsch zu rbb24.de.