
Das Höchstalter bei BWB beträgt 27 Monate.
BWB, Franz Steiner
Die Interessengemeinschaft (IG) Bio-Weide-Beef (BWB) soll vom Verein Mutterkuh Schweiz übernommen werden. Zumindest, wenn es nach dem Entscheid der IG geht.
Fleisch aus Gras
Vergangene Woche fand deren 27. Generalversammlung in Pfäffikon SZ statt. «Rund 50 Personen, darunter 42 Stimmberechtigte, versammelten sich unter dem Vorsitz von Romain Beuret, um ein entscheidendes Thema zu erörtern: den Zusammenschluss der IG BWB mit dem Verein Mutterkuh Schweiz», heisst es in einer Mitteilung.
Nach ausführlichen Erläuterungen des IG-BWB-Vorstands und des Geschäftsleiters von Mutterkuh Schweiz, Daniel Flückiger – gefolgt von einer kurzen Diskussion –, hätten die Stimmberechtigten einstimmig für die Fusion gestimmt. Dies basierend auf mehreren Faktoren, wie im Communiqué steht. So verbinde beide Vereine die Vision «Fleisch aus Gras». Weiter könnten durch die Zusammenarbeit Synergien genutzt werden, und die BWB-Produzenten würden von den professionellen Dienstleistungen der Mutterkuh-Schweiz-Geschäftsstelle profitieren.
Grundsatz verwässert
Zurzeit zählt die IG rund 600 Mitglieder, die nach der Fusion Teil von Mutterkuh Schweiz würden. Mutterkuh Schweiz hat bereits per 1. Januar 2026 die Betreuung der BWB-Richtlinien von der Migros übernommen, und dementsprechend soll auch die Fusion der IG-BWB mit dem Verein rückwirkend auf Anfang Jahr erfolgen. Bei den Mutterkuh-Schweiz-Mitgliedern regte sich jüngst Widerstand in Bezug auf das Ansinnen.
Der Grund: Nicht alle Bio-Weide-Beef-Tiere stammen aus Mutterkuhhaltung. Vielmehr laufen über diesen Kanal auch Kälber respektive Rinder und Ochsen aus der Milchproduktion. Der Grundsatz von Mutterkuh Schweiz, dass ein Kalb bei seiner Mutter aufwachsen könne, würde dadurch verwässert, so die Befürchtung. Die Vereinsversammlung von Mutterkuh Schweiz entscheidet am kommenden Mittwoch in der Vianco-Arena in Brunegg AG über das Vorhaben.