Hörner für die Futtersuche

Mit ihrem bekannten «Kopfschmuck» wühlen Hochlandrinder Schnee weg, ihr öliges Fell hält sie trocken.

Mutterkuh Schweiz verrät in einem Rassenporträt im aktuellen Newsletter Wissenswertes über die Schottischen Hochlandrinder. Ursprünglich wurde die Rasse in zwei Schläge unterteilt, die West Highlands oder Kyloes und die Highlander. Die Kyloes wurden auf den westlichen Schottischen Inseln, den Äusseren Hebriden, gezüchtet. Sie waren mehrheitlich schwarz und eher etwas kleiner als die roten Highlander vom Festland.

Kyloes leitet sich von «Kyle» für Fjord oder schmalem Meeresarm ab. Die Rinder mussten diese Kyles durchqueren, um vom Festland auf die Inseln zu gelangen. Für beide Schläge wurde 1885 in Schottland ein gemeinsames Herdebuch gegründet. Die Zuchtziele sind geblieben: Gewünscht sind robuste, genügsame und langlebige Tiere, gut angepasst an Nässe und Kälte. Die Hörner dienen ihnen unter anderem zur Futtersuche im Schnee.

Das Fell besteht aus dem langen Deckhaar, das ölig und wasserabweisend ist, sowie einer flauschigen Unterwolle, die warm hält. Aus dem ausgekämmten Deckhaar entstanden früher Strickwaren, Polsterungen und Filze. Es ist also kein Wunder, dass das Highland Cattle in der schottischen Heimat – eben im schottischen Hochland – auch «Hairy Coos» (haarige Kühe) genannt wird.

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