Bauern gesucht für Studie zum Zehenpicken

Zehenpicken bei Legehennen ist für die Tiere schmerzhaft und kann zum Tod führen. Nach wie vor sind die genauen Ursachen unklar. Nun werden Betriebe gesucht, die an einer Studie zum Thema teilnehmen.

clu/mgt |

Im Gegensatz zum Federpicken gibt es nur vereinzelte wissenschaftliche Untersuchungen zum Zehenpicken. Zehenpicken hat schwere Auswirkungen auf die betroffenen Tiere. Opfer dieses Verhaltens mit teils ernsthaften Wunden an den Zehen flüchten, wenn sie bepickt werden. Dies berichtet das Zentrum für tiergerechte Haltung von Geflügel und Kaninchen in Zollikofen (ZTHZ).

Demnach würden Hennen mit Zehenverletzungen auch weitere Zehenpickerinnen anziehen und pickten auch selbst an den Verletzungen. Hennen mit verletzten Zehen seien im Stall häufig auch am blutverschmierten Brustgefieder erkennbar, da sie als Schmerzreaktion den Fuss an den Körper anziehen.

Ängstliche Hennen eher betroffen

Es wird vermutet, dass ängstliche Hennen eher betroffen sind, und dass Legehennen mit offenen Wunden an den Zehen, verglichen mit unverletzten Hennen, sehr gestresst sind.

Das Zentrum für tiergerechte Haltung von Geflügel und Kaninchen in Zollikofen (ZTHZ) untersuchte dieses Thema bereits im Jahr 2019 ergänzend zur Produzentenumfrage von GalloSuisse. Der Versuch wurde im Versuchsstall des Aviforum durchgeführt. Diese Studie und deren Ergebnisse wurden in der Geflügelzeitschrift (Ausgabe 8/2019) veröffentlicht.

Worum geht es in diesem Projekt?

Weil weiterhin nicht abschliessend bekannt ist, was genau diesen Stress und das damit verbundenen Zehenpicken bei Legehennen verursacht, wird nun eine weitere Studie durchgeführt. Diese zweite weiterführende Studie soll durch Direktbeobachtungen an betroffenen und nicht-betroffenen Herden ergänzt werden.

Das Ziel der Studie sei es, die Ursachen und mögliche präventive Massnahmen dieses Verhaltensproblems zu finden, schreibt das ZTHZ in einer Mitteilung.

Was müssen Sie als Betrieb tun?

Am Tag des Besuchs werden nacheinander 50 Hennen aus verschiedenen Teilen des Stalls eingefangen, gewogen und die Zehen auf Zehenverletzungen untersucht. Die untersuchten Tiere bekommen eine kleine Markierung an das Bein, damit Hennen nicht doppelt angeschaut werden, erklärt die Mitarbeiterin des Zentrums für tiergerechte Haltung (ZTHZ), die die Untersuchungen durchführt. Ausserdem sollten 30 Minuten Zeit für ein Interview eingerechnet werden.

Kontakt

Wenn Sie gerne an der Studie teilnehmen möchten, melden Sie sich bei: 

Franziska Häfliger, ZTHZ

E-Mail:  [email protected]

Telefonnummer: 078 653 64 56

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