Konsum beflügelt: 575 neue Legehennenställe geplant

Die französischen Eierproduzenten blicken optimistisch in die Zukunft. Getragen von einer rekordhohen Inlandsnachfrage plant die Branche bis 2035 den Bau von 575 neuen Legehennenställen – und setzt damit deutlich stärkere Wachstumsimpulse als bisher vorgesehen.

AgE |

Anders als in anderen Bereichen der Veredelungswirtschaft herrscht unter den französischen Eierproduzenten weiterhin Zuversicht. Ihre Investitions- und Expansionspläne zur Deckung der stetig steigenden Inlandsnachfrage hat die Branche noch einmal ausgeweitet.

Wie die Interprofession für Eier (CNPO) kürzlich vor Journalisten erklärte, sollen bis 2035 insgesamt 575 neue Legehennenställe in Frankreich entstehen. Damit will man den Prognosen für den Eierkonsum gerecht werden, der bis dahin auf 269 Stück pro Kopf und Jahr steigen soll.

Rekordkonsum beflügelt Branche

Rückenwind verspürt die Branche durch den anhaltenden Anstieg der Inlandsnachfrage. 2025 hat jeder Franzose der CNPO zufolge rechnerisch 237 Eier konsumiert; das war laut der Interprofession ein neuer Rekord. Bereits 2024 hatten die Legehennenhalter das Ziel von 300 neuen Ställen bis 2030 ausgegeben. Dieses Ziel rückt offenbar langsam in greifbare Nähe: Bei der CNPO sind bereits mehr als 220 Neubauprojekte bekannt.

2025 nahmen 18 neue Legehennenställe die Produktion auf; für die nationale Versorgung bedeutete das ein Plus von etwa 200 Mio. Eiern. In diesem Jahr sollen der Interprofession zufolge insgesamt 40 zusätzliche Ställe in Betrieb genommen werden; die Produktion soll dadurch um weitere 375 Mio. Eier ansteigen.

Forderungen an Politik und Gesellschaft

Flankiert werden müssen die Wachstumsbemühungen der Branche laut der CNPO durch breite gesellschaftliche Unterstützung. Nur durch gemeinsame Anstrengungen werde es möglich sein, die Nachfrage von heimischen Produzenten decken zu lassen, betonte die Interprofession. Sie sieht den Staat gefordert, zur Beschleunigung von Bauvorhaben die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Derzeit vergehen vom Projektbeginn bis zum ersten Ei laut CNPO durchschnittlich zwei Jahre.

Zudem soll Paris Wettbewerbsverzerrungen beseitigen, und zwar vor allem über die Angleichung von Haltungsstandards innerhalb der EU. Den Angaben des Branchenverbandes zufolge werden 77 % der französischen Legehennen nicht mehr in Käfigen gehalten; gegenüber 2025 ist das ein Plus von 4 Prozentpunkten. 2030 soll der Anteil bei 90 % liegen.

Kapitalzugang und Generationenwechsel

Flankierend pocht die CNPO auf Erleichterungen beim Zugang zu Kapital, um die notwendigen Investitionen möglich zu machen. Nicht zuletzt soll so auch die Generationenerneuerung sichergestellt werden.

In der Pflicht sieht die Interprofession auch die Konsumenten: Sie sollen heimischer Ware den Vorzug geben und sich dem Neubau von Ställen nicht in den Weg stellen.

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