In Frankreich scheint sich der Seuchenzug der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) abzuschwächen. Das Pariser Landwirtschaftsministerium verkündete am vergangenen Donnerstag einen «Wendepunkt».
Die Rate der Neuinfektionen sei stark zurückgegangen. Während in der ersten Januarwoche noch fast 130 neue Ausbrüche registriert worden seien, seien es in der ersten Märzwoche nur noch fünf gewesen.
Im Département im Südwesten des Landes, wo sich der Schwerpunkt des Seuchenzuges befunden habe, sei seit einem Monat kein neuer Fall beobachtet worden. Laut dem Ministerium dürfen in der Region in den sogenannten Beobachtungszonen mit verstärkten Kontrollen daher wieder Hühnervögel eingestallt werden, allerdings nur unter strengen Hygienevorgaben und ohne Kontakt zur Außenwelt.
Die für die H5N8-Variante des Virus anfälligeren Enten und Gänse dürfen den Ressortangaben zufolge erst nach dem Ende des Seuchenzugs und nach einer Sanierungszeit von vier Wochen um die ehemaligen Herde wieder angeschafft werden.
Das Vogelgrippe-Risiko in Europa stuft das Pariser Agrarressort nach wie vor als hoch ein. Zwar sei der im Südwesten des Landes gelegene Seuchenherd offenbar weitgehend erloschen: allerdings seien in der vergangenen Woche ein neuer Fall aus einer Hinterhof-Haltung im Département Haut-Rhin an der Grenze zu Baden-Württemberg sowie vermehrt Infektionen bei Wildvögeln gemeldet worden.
Bis zum 12. Februar wurden im Südwesten Frankreichs auf behördliche Anordnung laut Angaben des Ministeriums etwa 3 Millionen Vögel, vorwiegend Enten, gekeult.
