Legehennenhalter vor finanziellen Problemen

AgE |

Aufgrund des starken Anstiegs der Futtermittelpreise drohen viele niederländische Legehennenhalter in die roten Zahlen zu rutschen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler der Universität Wageningen im Auftrag des Haager Landwirtschaftsministeriums durchgeführt haben. 

Demnach sind vor allem Legehennenhalter betroffen, die ihre Eier vertragsgebunden vermarken und das Futter vom freien Markt beziehen. Diese Unternehmen können die deutlich gestiegenen Produktionskosten nämlich nicht durch einen höheren Eierpreis kompensieren.

Unterdessen haben grosse niederländische Lebensmitteleinzelhandelskonzerne wegen der hohen Futterkosten zwar beschlossen, im Einkauf 0,92 Rappen (0,9 Cent) mehr pro Ei zu zahlen als ursprünglich vereinbart.

Biosektor noch gefährdeter 

Dies ist nach Einschätzung der Forscher aber nicht ausreichend, zumal der Preisaufschlag nicht vollständig bei den Legehennenbetrieben ankomme. In der biologischen Geflügelhaltung komme erschwerend die Knappheit an biologisch erzeugten Futtermitteln hinzu.

Eier von gentechnikfrei gefütterten Legehennen für den deutschen Markt seien inzwischen nur noch begrenzt verfügbar.

2,29 Rappen mehr nötig

Um die hohen Futtermittelpreise auszugleichen, müsste der Preis nach den Berechnungen der Wageninger Forscher für Eier aus der Koloniehaltung um 1,75 Rappen (1,75 Cent) pro Stück steigen. Für Eier aus der Bodenhaltung wäre ein Aufschlag von 2,04 Rappen (2,0 Cent) und für braune Eier aus Freilandhaltung einer von 2,14 Rappen (2,10 Cent) erforderlich.

Für Bioeier müssten sogar 2,29 Rappen (2,25 Cent) mehr für eine kostendeckende Produktion erlöst werden. Vorherrschendes Haltungssystem in den Niederlanden ist die Bodenhaltung. 

Kommentare (4)

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  • Peter w | 21.04.2022
    Ein bisschen hungern müssen würde dem verwöhnten Europäer auch nicht schaden.
  • Werner Müller | 20.04.2022
    Es ist einfach schade, dass die Leute immer nur noch ausgefallenes Essen wünschen ohne Rücksicht auf die Tiere die das liefern müssen. Wir Produzenten stehen riesig unter Druck, denn einerseits wollen wir die Kunden befriedigen aber andererseits geht es uns auch sehr ums Tierwohl und wir tun alles um den Tieren ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen. Ich finde es einfach ein Verbrechen wie manche Leute vor allem Veganer über alles und jedes herfallen alles immer besser wissen wollen und
  • Paul von Euw | 19.04.2022
    Am besten bleiben die Teller einmal für einige Monate leer, dann wird sich die Kritik an den Leuten die uns die Lebensmittel produzieren schnell versiegen und deren Arbeit und Engagement wieder geschätzt! So einfach wäre das, doch wer fängt damit an?
    • Christine Meyer | 19.04.2022
      Ich befürchte das auch das nicht helfen würde, Unzufriedene finden immer einen Grund zu fordern, solange sie nicht selber liefern müssen.
      Ich habe während des Shutdowns im Verkauf gearbeitet, eine vegane Kundin nannte mich mal
      "nutzloses Stück" weil wir wegen Importproblemen keine Kürbiskernen im Regal hatten.
      Wegen mir müsste sie nun hungern.

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