Aufgrund des starken Anstiegs der Futtermittelpreise drohen viele niederländische Legehennenhalter in die roten Zahlen zu rutschen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler der Universität Wageningen im Auftrag des Haager Landwirtschaftsministeriums durchgeführt haben.
Demnach sind vor allem Legehennenhalter betroffen, die ihre Eier vertragsgebunden vermarken und das Futter vom freien Markt beziehen. Diese Unternehmen können die deutlich gestiegenen Produktionskosten nämlich nicht durch einen höheren Eierpreis kompensieren.
Unterdessen haben grosse niederländische Lebensmitteleinzelhandelskonzerne wegen der hohen Futterkosten zwar beschlossen, im Einkauf 0,92 Rappen (0,9 Cent) mehr pro Ei zu zahlen als ursprünglich vereinbart.
Biosektor noch gefährdeter
Dies ist nach Einschätzung der Forscher aber nicht ausreichend, zumal der Preisaufschlag nicht vollständig bei den Legehennenbetrieben ankomme. In der biologischen Geflügelhaltung komme erschwerend die Knappheit an biologisch erzeugten Futtermitteln hinzu.
Eier von gentechnikfrei gefütterten Legehennen für den deutschen Markt seien inzwischen nur noch begrenzt verfügbar.
2,29 Rappen mehr nötig
Um die hohen Futtermittelpreise auszugleichen, müsste der Preis nach den Berechnungen der Wageninger Forscher für Eier aus der Koloniehaltung um 1,75 Rappen (1,75 Cent) pro Stück steigen. Für Eier aus der Bodenhaltung wäre ein Aufschlag von 2,04 Rappen (2,0 Cent) und für braune Eier aus Freilandhaltung einer von 2,14 Rappen (2,10 Cent) erforderlich.
Für Bioeier müssten sogar 2,29 Rappen (2,25 Cent) mehr für eine kostendeckende Produktion erlöst werden. Vorherrschendes Haltungssystem in den Niederlanden ist die Bodenhaltung.

Ich habe während des Shutdowns im Verkauf gearbeitet, eine vegane Kundin nannte mich mal
"nutzloses Stück" weil wir wegen Importproblemen keine Kürbiskernen im Regal hatten.
Wegen mir müsste sie nun hungern.