Neu gibt es drei Geflügel-Schlachtmobile

Betriebe mit 50 bis 500 Hühnern, Poulets oder Truten können diese auf dem Hof töten lassen. Voraussetzung für den Einsatz ist ein geeigneter Stellplatz mit Trinkwasser- und Stromanschluss.

Milena Burri* |

In der Schweiz besteht die Möglichkeit, Geflügel wie Legehennen, Bruderhähne, Mastpoulets oder Truten direkt auf dem eigenen Hof schlachten zu lassen. Diese Form der Schlachtung erspart den Tieren den Transport zum Schlachtbetrieb. Drei spezialisierte Anbieter ermöglichen die mobile Geflügelschlachtung auf dem Hof – mit Standorten in Graubünden, im Kanton Zürich und neu auch im Kanton Bern.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Betriebe mit 50 bis 500 Tieren. Ein Schlachtmobil kann pro Tag bis zu 500 Tiere verarbeiten. Die Schlachtung erfolgt direkt vor Ort in einem speziell ausgestatteten Anhänger. Dort werden die Tiere betäubt, entblutet, ausgenommen und anschliessend gekühlt. Die Landwirtinnen und Landwirte übernehmen das Ausstallen der Tiere und bringen sie zum Schlachtmobil.

Voraussetzung für den Einsatz ist ein geeigneter Stellplatz mit Trinkwasserund Stromanschluss. Zudem müssen Abwässer abgeleitet und Schlachtabfälle fachgerecht entsorgt werden. Die geschlachteten Tiere werden als ganze Schlachtkörper auf dem Betrieb bereitgestellt und können bei Bedarf weiterverarbeitet werden, etwa zu Burgern, Bratwürsten oder Chicken-Nuggets. Dank der Zusammenarbeit mit Verarbeitungsbetrieben lässt sich auch dieser Schritt unkompliziert organisieren.

*Milena Burri, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl)

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