Stopfleberverbot: Sie setzten sich dafür ein

Die Kleinbauern-Vereinigung fordert ein klares Importverbot – oder zumindest wirksame Massnahmen gegen Tierleid. Während der Nationalrat über die Volksinitiative und den indirekten Gegenvorschlag berät, steht der Tierschutz im Zentrum der Debatte.

ats/mgt |

Während der Nationalrat über ein mögliches Importverbot für Stopfleber debattiert, positioniert sich die Kleinbauern-Vereinigung deutlich: Für sie ist ein Verbot der konsequenteste Schritt im Sinne des Tierschutzes – doch auch ein wirksamer Gegenvorschlag wäre ein Fortschritt, heisst es in einer Mitteilung.

Die Kleinbauern-Vereinigung begrüsse die Volksinitiative «Ja zum Importverbot für Stopfleber». In der Schweiz ist das Stopfen von Geflügel seit über 40 Jahren verboten, da es mit erheblichem Tierleid verbunden sei. Aus Sicht der Vereinigung ist es daher folgerichtig, auch den Import solcher Produkte zu untersagen. Produkte, die mit in der Schweiz verbotenen Methoden hergestellt wurden, sollten grundsätzlich nicht auf den hiesigen Markt gelangen.

Deklaration oder Verbot

Grundsätzlich kann der Bundesrat bei solchen Produkten verschiedene Massnahmen ergreifen – von Deklarationspflichten über höhere Zölle bis hin zu Importverboten.

Die Kleinbauern-Vereinigung spricht sich dafür aus, Deklarationen nur dort anzuwenden, wo Eingriffe ohne Schmerzausschaltung erfolgt sind. Bei klar verbotenen Produktionsmethoden soll hingegen ein Importstopp gelten.

Forderung nach messbarer Reduktion

Der indirekte Gegenvorschlag der nationalrätlichen Kommission setzt auf eine Deklarationspflicht und eine Beobachtungsphase von fünf Jahren. Erst wenn die Importe in dieser Zeit nicht merklich zurückgehen, sollen weitere Massnahmen folgen. Für die Kleinbauern-Vereinigung geht dieser Ansatz zu wenig weit.

Trotz Vorbehalten wird der Gegenvorschlag in einer strengeren Variante als besser als der aktuelle Zustand beurteilt. Entscheidend sei jedoch, dass die Einfuhren innerhalb von fünf Jahren deutlich sinken – konkret um mindestens 25 %. Andernfalls müssten rasch weitergehende Schritte bis hin zu einem Importverbot umgesetzt werden.

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