Die Lage auf dem europäischen Schweinemarkt bleibt angespannt. Nun sollen Verbraucheraktionen für Entspannung sorgen.
Seit Monaten schiebt sich am europäischen Schweinemarkt der Warenstrom eher lustlos durch die Wertschöpfungskette. Weil auf Endverbraucherebene und im Drittlandexport weniger Fleisch abfliesst als zurzeit am Binnenmarkt frisch produzierte Ware nachdrückt, geht die angespannte Marktlage in die Verlängerung.
Preis sinkt weiter
Im anhaltend von der Schweinepest krisengebeutelten Deutschland sollen nun gross angelegte attraktive Verbraucheraktionen im Lebensmitteleinzelhandel für Entspannung sorgen. Im Hinblick auf diese Erwartung konnte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Basispreis unverändert fortschreiben. In den übrigen EU-Ländern wie Belgien, Frankreich und Spanien verlieren die Notierungen abermals um 2 bis 3 Cent.
In Österreich gelingt es nach wie vor, das frische Angebot zeitnah an die Schlachthaken zu bringen, berichtet Johann Schlederer von der Schweinebörse. Regional unterschiedlich, aber insgesamt doch ausgeglichen stellt sich daher die Marktlage bei Schweinen dar. Kritischer ist die Lage am Ferkelmarkt, da aufgrund der hohen Futtermittelpreise, der aktuell nicht kostendeckenden Schweinepreise sowie der zukünftigen Erwartung das Ferkeleinstellverhalten der Mäster schwächelt. Vor dem Hintergrund eines nur geringfügig steigenden Angebotes und einer adäquaten Nachfrage fixierte die heimische Börse die Mastschweine-Notierung auf dem unveränderten Vorwochenniveau von 1,54 Euro (1.67 Franken) je kg Schlachtgewicht.
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