Von den insgesamt 1,85 Millionen Schafen in Deutschland sind im vergangenen Jahr 14 %, also etwa jedes siebte in Biobetrieben gehalten worden.
Darauf hat das Statistische Bundesamt (Destatis) unter Berufung auf vorläufige, repräsentative Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 hingewiesen. Im Vergleich zu den Bioanteilen bei anderen Nutztieren wie Schweinen mit lediglich 1 % oder Rindern mit 8 % ist dieser Anteil recht hoch.
Nur bei Ziegen lag dieser laut Destatis mit 34 % höher. In Deutschland hat die Schafhaltung in den vergangenen Jahren zugenommen: 2020 wurden der Landwirtschaftszählung zufolge rund 15’700 Schafe mehr gehalten als im Jahr 2016.
Aussenhandel stark rückläufig
Die Zahl der Betriebe mit Schafhaltung erhöhte sich in diesem Zeitraum laut den Angaben von Destatis um 600 auf 20’200. Der Anteil der Schafe in Biohaltung wuchs um 2 Prozentpunkte.
Wie die Wiesbadener Statistiker ausserdem berichteten, entwickelte sich der Aussenhandel mit Rohwolle in den vergangenen Jahren stark rückläufig.
Schweiz wichtiger Lieferant
2019 seien nur noch rund 4’500 t Rohwolle ins Ausland geliefert worden; das seien 80 % weniger gewesen als 2016. Die Importe von Rohwolle seien ebenfalls zurückgegangen, wenn auch etwas weniger stark.
Die importierte Menge fiel 2019 laut Destatis mit 6’900 t um 65 % kleiner aus als 2016. Mit gut 1’700 t stammte ein Viertel davon aus Neuseeland. Als weitere wichtige Lieferanten von Rohwolle folgten Australien mit 950 t und die Schweiz mit 750 t.