A: Rinderexport deutlich gestiegen

Besser als erwartet ist im ersten Halbjahr 2016 der österreichische Zuchtrinderexport gelaufen. Wie die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) am vergangenen Freitag mitteilte, ist die Ausfuhr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 % auf 16'603 Tiere gestiegen.

Besser als erwartet ist im ersten Halbjahr 2016 der österreichische Zuchtrinderexport gelaufen. Wie die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) am vergangenen Freitag mitteilte, ist die Ausfuhr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 % auf 16'603 Tiere gestiegen.

Der Export lag damit um gut ein Fünftel über dem langjährigen Mittel. Zu Jahresbeginn war die ZAR bezüglich der Exportaussichten wegen der Krisensituation am Milchmarkt und der Ungewissheit über die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit noch skeptisch gewesen und hatte diese als „nicht sehr optimistisch“ eingestuft. 

Türkei wichtigster Markt


Doch entwickelte sich der Absatz, vor allem in Drittländern, besser als gedacht. Zum Aufschwung trug der Arbeitsgemeinschaft zufolge vor allem die starke Nachfrage in der Türkei bei. Fast 7'000 Zuchtrinder, das entsprach einem Anteil von 42% aller ins Ausland gelieferten Tiere, wurden dorthin verkauft. Zweitwichtigster Kunde war Italien, wohin mit 3 '400 Tieren gut ein Fünftel der Rinder ausgeführt wurde. An dritter Position folgte Aserbaidschan mit 2'300 Stück.

Iran neuer Markt

Nach der Lockerung der Handelsrestriktionen durch die Beendigung des Atomstreits öffnete sich laut ZAR auch im Iran ein neuer Markt, wohin im ersten Halbjahr 2016 mit fast 1'000 Rindern 6% der Exporte gingen. Nicht an frühere Erfolge konnten dagegen die Geschäfte mit Algerien heranreichen. Im Zehnjahresschnitt wurden dorthin rund 40'000 Tiere ausgeführt. In der ersten Jahreshälfte 2016 waren es lediglich 130. Dies zeige, wie schnell sich das Blatt im Export durch veterinärrechtliche und andere Einflussfaktoren wenden könne, erklärte die ZAR.

Daher sei die Strategie, auf möglichst viele Abnehmerländer zu setzen, um im Krisenfall breit aufgestellt zu sein. Zu den Herausforderungen zählten dabei aber die oft unterschiedlichen Auslegungen und Anforderungen der Veterinärbestimmungen in den Ländern. Absatzerwartungen haben die österreichischen Exporteure in Ägypten, wo aufgrund der Bevölkerungsentwicklung viele Zuchtrinder für die Ernährungssicherung benötigt werden. Nach Angaben der ZAR wurden mit Unterstützung von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter bereits diesbezügliche Gespräche geführt und Kontakte geknüpft. 

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