Anbindestall: IG will Gleichberechtigung bei Ausbildung

Die Interessengemeinschaft Anbindestall setzt sich dafür ein, dass die Anbindehaltung von Rindvieh gegenüber dem Laufstall nicht benachteiligt wird. Sie fordert nun, dass im Bildungsbereich die beiden Stallsysteme dieselbe Gewichtung erhalten. Der Regierungsrat wurde um eine schriftliche Stellungnahme gebeten.

Die Interessengemeinschaft Anbindestall setzt sich dafür ein, dass die Anbindehaltung von Rindvieh gegenüber dem Laufstall nicht benachteiligt wird. Sie fordert nun, dass im Bildungsbereich die beiden Stallsysteme dieselbe Gewichtung erhalten. Der Regierungsrat wurde um eine schriftliche Stellungnahme gebeten.

Die Wogen gehen hoch beim Thema Anbindestall. Die Interessengemeinschaft Anbindestall ist überzeugt, dass Anbindeställe die Tierschutzvorschriften genauso so erfüllen wie Laufställe. Deshalb fordert die IG, dass der Kanton Bern Lauf- wie Anbindestall gleich behandelt.

Neuen Anbindestall am Inforama

Die Gleichberechtigung beginnt aber bereits auf Stufe Ausbildung. Und hier will die IG nun ansetzen. In der Schweiz würde der gesamte Unterrichtsstoff nur auf den Vorteilen des Laufstalles basieren, hält die IG in einem am Montag veröffentlichten Communiqué fest. Auch gäbe es nur noch Exkursionen zu solchen Ställen. Gravierende Nachteile wie die hohen Baukosten, hohe Emissionen und Krankheiten wie Mortellaro würden zu wenig thematisiert, so die IG.

In Sachen Tierwohl, Arbeitsbelastung und Baukosten seien aber bei den Anbindeställen grosse Fortschritte erzielt worden. Deshalb fordert die IG, dass im Unterrichtsstoff beide Systeme die gleiche Gewichtung zugesprochen wird. Zudem soll an einem Inforama-Standort ein neuer Anbindestall gebaut werden. Die IG Anbindestall verlangt vom Berner Regierungsrat eine schriftliche Stellungnahme zu den Forderungen.

Gleichbehandlung bei Strukturverbesserungenbeiträgen

Anfang Juni forderte die IG in Zusammenarbeit mit dem Verein für eine produzierende Landwirtschaft (VpL), dass neugebaute Anbindeställe bei der Beurteilung für den Erhalt von Strukturverbesserungsbeiträgen ebenfalls berücksichtigt werden und damit gleich behandelt werden wie Laufställe.

In der Nutzwertanalyse würden heute neugebaute Laufställe in der Hügel- und Bergzone beim Kriterium «Tierfreundlichkeit» die volle Punktzahl erzielen. Anbindeställe hingegen gingen leer aus, monierte die IG. Gemäss IG Anbindestall halten 60 Prozent der 20‘000 Milchviehwirtschaftsbetriebe ihre Tiere in einem Anbindestall. Diese 12'000 Betriebe werden je länger je mehr als unmodern und tierschutzwidrig hingestellt. Diese Diskriminierung könne nicht länger hingenommen werden, betonte die IG. Deshalb setzt sich die Organisation für gleich lange Spiesse ein.

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