Andreas Aebi löst Markus Zemp ab

ASR will Gesundheitsdaten nur einmal erfassenDie Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Rinderzüchter (ASR) hat mit Andreas Aebi einen neuen Präsidenten gewählt. Die ASR will die Erfassung von Tiergesundheitsdaten zusammen mit den Tierärzten koordinieren.

Samuel Krähenbühl |

ASR will Gesundheitsdaten nur einmal erfassenDie Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Rinderzüchter (ASR) hat mit Andreas Aebi einen neuen Präsidenten gewählt. Die ASR will die Erfassung von Tiergesundheitsdaten zusammen mit den Tierärzten koordinieren.

Die ASR setzt sich seit einiger Zeit stark für die Erfassung von Tiergesundheitsdaten ein. Seit Oktober 2013 erfassen die Milchviehzuchtverbände die Gesundheitsdaten. «Gesundheitsdaten werden der Schlüssel sein für eine zukünftige Tierproduktion mit möglichst wenig Medikamenteneinsatz und möglichst gesunden Tieren», sagte ASR-Präsident Markus Zemp gestern vor den Delegierten in Zollikofen. Das gehe aber nicht ohne einen zusätzlichen Einsatz der Züchter.

In Tierzuchtverordnung

Lucas Casanova, Vorsitzender des Geschäftsausschusses der ASR, konnte dazu gute Neuigkeiten verkünden: «Wie wir gerade erfahren haben, wird die Leistungsprüfung Gesundheit ab 1. Juli in der Tierzuchtverordnung verankert.»

Nach der erfolgreichen Einführung der Erfassung von Gesundheitsdaten wolle die ASR nun Doppelspurigkeiten ausmerzen. Deshalb habe die ASR  mit verschiedenen Partnern aus dem Bereich Tiergesundheit ein  Pilotprojekt «Netzwerk Rindergesundheit» gestartet: «Auch  Tierärzte erfassen Gesundheitsdaten. Wir möchten möglichst unser System so weiterausbauen, damit die Daten nur einmal erfasst werden müssen.» Im Rahmen des Projekts werden deshalb 20 Tierärzte während einem Jahr Gesundheitsdaten über das System der ASR erfassen.

Aebi für Zemp

Präsident Zemp hatte auf die heurige Delegiertenversammlung  seinen Rücktritt erklärt. Er war 1999 in den ASR-Vorstand gewählt worden und amtete seit 2000 als Präsident. Er wurde von der Versammlung per Applaus als Ehrenpräsident der ASR gewählt.

Andreas Aebi wurde einstimmig als neuer ASR-Präsident gewählt.  Demnach gilt er nicht mehr als Vertreter seines Verbandes Swissherdbook in der ASR-Verwaltung. Für Aebi wurde Markus Gerber aus Saicourt BE, dessen Nachfolger als Präsident von Swissherdbook,   neu in die ASR-Verwaltung gewählt. Für den ebenfalls zurückgetretenen Swissherdbook-Vizepräsidenten Albert Bachmann wurde Ueli Bach, Turbach BE, neu gewählt. Josef Müller scheidet als Vertreter von Braunvieh Schweiz aus der Verwaltung zurück. Für ihn wurde der Original-Braunvieh-Züchter Franz Winterberger aus Meiringen BE neu gewählt.

Rindviehexport

Peter Bosshard von der Züchter-Service AG referierte über den Vieh- und den Sperma-Export. Der Lebendviehexport sei ohne Exportsubventionen schwierig. Dies im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, wo der Viehexport indirekt stark gestützt werde: «Meinen Sie nicht, die EU-Länder würden ihre Viehexporte nicht unterstützen! Vor allem die Österreicher und die Holländer geben hier Vollgas.» Österreich etwa habe deshalb im letzten Jahr 24900 Stück Rindvieh exportieren können, weshalb auch die Mastbesamungen viel tiefer als in der Schweiz seien. Die EU habe ihre Mittel für die Absatzförderung verdreifacht. Da könne die Schweiz trotz zaghaften Ansätzen für mehr Absatzförderung im Rahmen der AP 14–17 kaum mithalten. Die Stärke der helvetischen Zucht liege in einem anderen Bereich. «Die Schweiz geniesst einen Swiss-Bonus», so Bosshard. Und im Gegensatz zum Lebendvieh sei der Export von Stierensperma eine Erfolgsstory.

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