Bauern warnen vor Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung

Viele Bauern werden aus der Landwirtschaft aussteigen, wenn die ganzjährige Anbindehaltung verboten werde, warnt der Bayerische Bauernverband.

lid |

Viele Bauern werden aus der Landwirtschaft aussteigen, wenn die ganzjährige Anbindehaltung verboten werde, warnt der Bayerische Bauernverband.

Der Bundesrat, die Länderkammer Deutschlands, fordert ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern. Die Bundesregierung wird sich in den kommenden Wochen damit beschäftigen. Vorgesehen ist eine Übergangsfrist von 12 Jahren.

Die Landwirte Bayerns sind alarmiert. Die Folgen eines solchen Verbots wären verheerend, teilt der Bayerische Bauernverband mit. Befürchtet wird ein Strukturbruch: „Viele der der oft kleineren Betriebe mit Anbindehaltung werden wohl nicht mehr investieren und im Falle eines Verbotes die Landwirtschaft aufgeben müssen“, heisst es weiter. Es gebe Betriebe, die nicht die Möglichkeit hätten, einen Laufstall zu bauen.

Zudem seien die Milchpreise am Boden. „Wie sollen kleinere Betriebe die riesigen Investitionen schultern?“, gibt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl zu bedenken. Laut dem Bayerischen Bauernverband werden derzeit noch rund ein Drittel aller Kühe in Anbindeställen gehalten, vor allem in kleineren Betrieben. Durchschnittlich stehen 27 Kühe in einem Anbindestall.

Für den Bundesrat ist die ganzjährige Anbindehaltung kein Haltungssytem im Sinne des Tierschutzgesetzes. Die Tiere könnten sich nicht fortbewegen, Abliegen und Aufstehen seien erschwert und auch andere Grundbedürfnisse seien wegen der Fixierung eingeschränkt. Tiere in einem Laufstall oder mit Auslauf seien gesünder, Eutererkrankungen oder Fruchtbarkeitsstörungen beispielsweise würden weniger oft auftreten, argumentiert der Bundesrat.

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