
Eine sehr rasche und gute Versorgung der Kälber mit ausreichenden Mengen (≥ 3 Liter innerhalb der ersten beiden Lebensstunden) muttergebundenem, qualitativ hochwertigem und hygienisch einwandfreiem Kolostrum ist die Basis für eine optimale Prägung und Entwicklung des Immunsystems.
Nathalie Roth
Sie verweist auf eine Studie, in der je neun Kälber pro Gruppe 45 Minuten, 6 Stunden oder 12 Stunden nach der Geburt Biestmilch erhielten, und zwar jeweils eine Menge von 7,5 Prozent des Geburtsgewichts. Das Resultat laut der DLG: Durch die sehr zeitnahe Kolostrumgabe stieg die Konzentration an Immunglobulinen, insbesondere an Immunglobulin G (IgG), im Blutserum sehr schnell an, der Immunstatus wurde besser.
Werden die Kälber erst nach 6 oder 12 Stunden mit Biestmilch versorgt, steigt die IgG-Konzentration verspätet und langsamer in Richtung der gewünschten IgG-Gehalte von über 20 mg/ml Blutserum an. Die Kälber hatten deutlich länger einen kritischen Immunstatus und waren krankheitsanfälliger.