Braunvieh: Neuer Rekord bei «Economy Star»-Titeln

Noch nie zuvor wurden so viele Kühe mit dem begehrten «E» als Zusatz zur Laktation ausgezeichnet. Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen die Kühe hohe Anforderungen in den Bereichen Milchleistung, Eutergesundheit und Fitness erfüllen. Im Jahr 2025 wurden 89 Kühe mehr als im Vorjahr mit dem «Economy Star» ausgezeichnet.

pd/ome |

Nur Kühe ab der zweiten Laktation, die ihre Leistung besonders wirtschaftlich erbringen, erhalten das begehrte «E» als Zusatz zur Laktation auf dem Leistungsblatt oder Abstammungsausweis.

Insgesamt 384 Kühe, 186 im Berg- und 198 im Talgebiet, dürfen sich mit der abgeschlossenen Laktation aus dem Jahr 2025 mit dem Economy Star schmücken. Wie Braunvieh Schweiz mitteilt, ist dies ein neuer Rekord. Besonders im Talgebiet ist die Zahl der ausgezeichneten Kühe deutlich gestiegen.

Fünf Züchter mit 4 und mehr Kühen 

Philipp Zweifel aus Linthal ist mit insgesamt sieben Kühen vertreten. Urs Beerli aus Bichelsee und die GG Bachmann aus Seewen SO sind jeweils mit fünf Kühen dabei. Mit vier Kühen sind zudem Ruedi und Thomas Bäbi aus Landquart sowie Thomas Schweizer aus Egg (Flawil) vertreten.

Höchste Einzelwerte

Die höchste Laktationsleistung unter den Economy Stars erreichte mit 14’571 kg Milch die Kuh Corin in ihrer dritten Laktation, eine Calvin-Tochter von Walter Rhyner aus Hoffeld. Den höchsten Eiweissgehalt erzielte O Malley Jolly von Peter Schlauri aus Gossau SG mit 4,49 Prozent in ihrer zweiten Laktation.

Bedingungen für den Economy Star

  • 2. Laktation mit mindestens 8000 kg im Talgebiet und 7500 kg im Berggebiet.
  • Ab 3. Laktation mit mindestens '000 kg im Talgebiet und 8500 kg im Berggebiet.
  • Eiweissgehalt: mind. 3.60 % im Talgebiet, min. 3.50 % im Berggebiet.
  • Zellzahl: max. 60‘000
  • Persistenz: mind. 90%
  • Serviceperiode: max. 90 Tage

Die tiefste Zellzahl von 11 erreichten gleich drei Kühe: Elmstar Stella von Adolf Egli aus Wildhaus SG, Tu Beresina von David Tanner aus Neukirch (Egnach) sowie Palmer Violina von René Etterlin aus Obfelden ZH. Die kürzeste Serviceperiode weist mit 25 Tagen Rino Rapunzel-ET von Fabian Kempf aus Schwarzenberg LU auf.

Bender wieder an der Spitze

Wie bereits im Vorjahr führt der Stier Bender das Ranking der Vatertiere mit den meisten Economy-Star-Töchtern an; insgesamt 18 seiner Nachkommen wurden mit dem begehrten Abzeichen prämiert. Dahinter folgen die Töchter von Simbaboy mit 16 Auszeichnungen sowie jene von Barca, Brice-ET und O Malley mit jeweils 13. Palmer-ET ist mit zwölf Töchtern in der Bestenliste vertreten.

-> Hier finden Sie die Liste mit allen ausgezeichnete «Economy Star»-Kühen 2025

Kommentare (3)

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  • Freidenker | 27.04.2026
    Trotz der imposanten Züchtungserfolge die ich bestaune; gelingt es mir nicht, einer Lobeshymne (Lobhudelei) beizustimmen; ......teure Milch !
  • EU. Landwirt | 27.04.2026
    Frage, wollt ihr Schweizer mit solchen Milchleistungen in Zukunft uberleben ? Mit solchen Leistungen bist du nicht mehr zahlungsfähig.
    • Daniela Nef | 28.04.2026
      Ja,es ist ja schon schön,wenn die Kühe viel Milch geben,aber von was. Wenn man soviel Mehl hineinstopft bei diesem tiefen Milchpreis,da fragt man sich,wie finanziert ihr das auf die Länge??? Wenn das Grundfutter gut ist,ist es überflüssig,unmengen an Mehl zu füttern. Ein bisschen Mehl braucht jede Kuh,einverstanden,aber es wird auch übertrieben. Und jetzt,da man sowieso bis Ende Mai weniger Milch liefern sollte,muss man sowieso nicht so viel Mehl geben. Das Gras draussen ist jetut sehr gut und melkig. Da bringt man locker 20 kg hin pro Melkgang. Nachher,wenn die Milch etwas besser bezshlt wird,kann man ja ein bisschen mehr geben. Es gibt einfach rücksichtslose Turbomelker,die nicht rechnen können..
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