Der Zuchtverband Braunvieh Schweiz senkt seine Tarife für mehrere Dienstleistungen. Infolge eines guten Geschäftsjahres verzichte der Verband damit auf Einnahmen von weit über einer Viertelmillion Franken jährlich, heisst es in einer Mitteilung.
Der Vorstand legte folgende Preissenkung im Bereich Milchleistungsprüfung (MLP) fest: Eine Reduktion von 3 Rappen je untersuchte Milchprobe bei den Methoden A4 und AT4. Mit dieser Senkung gibt Braunvieh Schweiz die Preissenkung der Suisselab AG im gleichen Mass weiter. Die neuen Tarife sind ab 1. Januar 2016 gültig.
Neu gibt es ab diesem Jahr auch einige Tarifänderungen: Für die genomische Selektion aller weiblichen Braunviehtiere gilt seit dem 1. Januar neu ein Einheitstarif von Fr. 70.-. Eine weitere Änderung kommt beim Elitekuhprogramm hinzu. Alle Nachkommen einer Elitekuh können ebenfalls für Fr. 70.- typisiert werden, solange die Kuh den Status behält.
Seit Januar 2016 wird jeder LBE-Besuch (LBE = Lineare Beschreibung und Einstufung) mit einer Pauschale von Fr. 20.- verrechnet. Darin ist die Beschreibung von vier Kühen eingeschlossen. Bei mehr als vier Kühen werden für jede weitere Kuh Fr. 5.- verrechnet. Damit ist die LBE für Braunviehkühe in zweiter oder höherer Laktation deutlich günstiger resp. innerhalb der Pauschale sogar gratis.
Zudem wird auf die Gebühr von Fr. 5.- pro Abstammungsausweis (ALA) für den Braunviehzüchter in der zweiten Halbjahresrechnung 2015 verzichtet. Dieser Preiserlass gilt einmalig.
Ausserdem wurde der Preis für den Trächtigkeitstest FERTALYS bereits auf Fr. 9.50 gesenkt. Diese Preisreduktion wird rückwirkend auf die 2. Halbjahresrechnung des vergangenen Jahres gewährt.