
Ein Kalb das an der Rinderseuche Bovine Virus-Diarrhoe (BVD) erkrankt ist. Es ist ein persistent infiziertes PI Tier. Das Kalb leidet an Durchfall und ist in seiner Entwicklung weit zurück.
Bestandesmedizin Tierspital Züri
Die Übergangsphase der letzten Meile der Ausrottung des Bovinen Virus-Diarrhoe (BVD, auch «Rinderdurchfall» genannt) endet bald. Ab dem 1. November 2026 gilt der neue BVD-Status. Für Betriebe, die nicht BVD-frei sind, gelten ab dann Einschränkungen im Tierverkehr, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilte.
Auf der Tierverkehrsdatenbank (TVD) werden die Informationen zu BVD deshalb angepasst. Die Anpassung erfolgt im Oktober mit der Einführung der neuen TVD. Tierhaltende können so ihren neuen BVD-Status bereits ab dem 23. Oktober 2026 in der TVD einsehen, wie das BLV schreibt.
Die wichtigsten Änderungen ab dem 23. Oktober 2026:
BVD-Risiko: Das Feld «BVD-Risiko» mit den Werten «vernachlässigbar», «mittel», «hoch» und «nicht beurteilt» wird nicht mehr angezeigt.
BVD-Betriebsstatus: Im Feld «BVD-Status» unter Betriebsdetails werden der neue Status «BVD-frei» mit einer grünen Ampelfarbe und «Nicht BVD-frei» mit einer roten Ampelfarbe angezeigt.
Die Tierverkehrseinschränkungen für nicht BVD-freie Betriebe treten am 1. November 2026 in Kraft. BVD-freie Betriebe können ab 1. November 2026 ohne Einschränkungen Tiere «verstellen», wie das BLV schreibt. Tierhaltende schützen ihren Bestand, indem sie ausschliesslich Tiere aus «BVD-freien» Betrieben zukaufen, die auf der Tierverkehrsdatenbank TVD mit einer grünen Ampel gekennzeichnet sind.
99 Prozent der Betriebe frei von BVD
Mit diesem neuen Regime endet eine zweijährige Übergangsphase auf dem Weg zur BVD-Freiheit in der Schweiz. Das BLV verfolgt nämlich das Ziel, diese Tierseuche in der Schweiz auszurotten. Dem BLV zufolge sind heute über 99 Prozent der Schweizer Rinderhaltungen frei von BVD.
-> Mehr Informationen: BVD-Ausrottung