
In den Wehenpausen darf kein Zug ausgeübt werden, damit das Kalb mit der Nabelschnur verbunden bleibe.
Anja Gitz
Bei kalbenden Kühen wird oft zum Strick oder zu Ketten gegriffen, um Geburtshilfe zu leisten. In einem Artikel der Swissgenetics-Website «Die fruchtbare Kuh» sollte aber nur dann am Kalb gezogen werden, wenn es korrekt im Geburtsweg liegt und der Muttermund vollständig geöffnet ist, die Geburt dennoch nicht voranschreitet.
Vor einem Auszugsversuch müsse aber immer geprüft werden, ob eine flache Hand zwischen Kopf des Kalbs respektive seinem Schultergürtel und mütterlichem Becken Platz habe. Sonst sei ein Kaiserschnitt die sicherere Variante, schreiben die Swissgenetics-Tierärzte.
Ein Kalb, das auf dem Rücken liegt, muss zudem unbedingt gedreht, gebeugte Beine oder ein eingeschlagener Kopf müssen auf jeden Fall gestreckt werden. Sämtliche Stellungs- oder Haltungskorrekturen funktionieren nur, wenn das Muttertier steht. Entscheidend sei, dass nur während der Presswehen gezogen werde, so «Die fruchtbare Kuh». In den Wehenpausen dürfe kein Zug ausgeübt werden, damit das Kalb mit der Nabelschnur verbunden bleibe.
-> Mehr Infos gibt es hier: www.die-fruchtbare-kuh.ch