Grösster Rinderaufzuchtbetrieb Europas

Der spanische Aufzuchtbetrieb Rancho Las Nieves zieht ständig 8’500 Rinder für Milchviehbetriebe in Nordspanien auf. -> Mit Video

Der spanische Aufzuchtbetrieb Rancho Las Nieves zieht ständig 8’500 Rinder für Milchviehbetriebe in Nordspanien auf. -> Mit Video

Der Anblick der Rancho Las Nieves in der Nähe von Saragossa in Spanien ist imposant. Auf 45 Hektaren erstreckt sich das Gelände, wo ständig 8500 Milchviehrinder für aktuell 109 Milchviehhalter in Nordspanien aufgezogen werden. Doch der Weg vom 14-tägigen Kalb bis zum nähigen Rind ist ein weiter.

Verträge essenziell

Pepe Ahedo ist der Gründer und heutiger Mitbesitzer der Farm. Daher weiss er ganz genau, auf was es in der Vertragsaufzucht ankommt: Nämlich erst einmal auf den Vertrag. «Darin haben wir festgehalten, dass jede Partei ihn jederzeit auflösen kann, die Transportkosten gleichmässig verteilt werden oder dass das Tier jederzeit dem Milchviehhalter gehört», sagt Ahedo.

Erstaunlicherweise sind die Aufzuchtkosten auch im EU-Land Spanien nicht viel geringer, als in der Schweiz. 2,73 Euro, also fast 3 Franken, verrechnet die Rancho Las Nieves pro Tier und Tag. Doch eine Sicherheit haben die Milchviehhalter dabei: «Sie haben nur Ausgaben für Tiere, die auch wieder lebend nach Hause kommen. Ansonsten werden von uns alle Ausgaben rückerstattet», so Ahedo.

Kalb bei Ankunft geprüft

Mit 42 Kilogramm kommen die zweiwöchigen Kälber auf der Rancho Las Nieves an. Dabei muss jedes Kalb durch den Eintrittscheck. Das Tierärzteteam überprüft jedes Tier einzeln. «Wir impfen und wägen sie und kontrollieren Nabel, Maul oder Körpertemperatur», erklärt Ahedo, der nebenbei das Milchforschungszentrum Blanca entwickelte. Dessen Herde ist Ponderosa Holstein, wo seinerzeit die bekannte Zuchtkuh Ashlyn Vray lebte.

Doch zurück zur Rindviehaufzucht. «Nach der tierärztlichen Kontrolle erhält jeder Milchviehhalter innert 24 Stunden den Eintrittsrapport seiner Kälber.» Denn: Vertrauen sei grossgeschrieben und man strebe langjährige Partnerschaften mit den Milchviehhaltern an, meint Ahedo. «Darum haben wir am Hofeingang den Namen jedes Partners in Metallplatten eingraviert.» Und die Nachfrage scheint ungebrochen. «Wir hätten noch einmal eine Nachfrage für die Aufzucht von 3000 zusätzlichen Rindern, die wir jedoch nicht erfüllen können, da uns der Platz fehlt.» 

Welche Kennzahlen Pepe Ahedo für die Besamung wichtig sind oder wieviele Tiere während der Aufzucht verloren gehen lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Schweizer Bauer. -> Hier können Sie den Schweizer Bauer abonnieren

Rancho Las Nieves

Die Rancho Las Nieves wurde 2003 von Pepe Ahedo gegründet und wird von ihm gemeinsam mit Vicente Garcia verwaltet. 39 Vollzeitangestellte arbeiten auf der Farm mit stets 8'500 Aufzuchtrindern mit. Diese werden für 109 Milchviehhalter aus ganz Nordspanien aufgezogen. Seit der Gründung durchliefen schon über 60'000 Rinder das Aufzuchtprogramm. Jedes Tier wird auf dem Betrieb 7 Mal gewogen, um umfangreiche Auswertungen bereitstellen zu können. 

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