
Chris Barber ist in sechster Genaration Betriebsleiter bei Barber’s Farmhouse Cheesemakers.
Screenshot Facebook
Die Familie Barber ist seit 1833 im Cheddar-Käse-Geschäft. Die Käserei Barber’s Farmhouse Cheesemakers gilt laut ihrer Website sogar als älteste Cheddar-Käserei der Welt. «Heute grasen mehr als 2500 Kühe auf unseren Weiden. Für unseren Käse verwenden wir Milch aus unseren eigenen Herden und von anderen Bauern aus der Region», heisst es auf der Website. Laut Medienangaben weiden die Kühe auf rund 1200 Hektaren in den südenglischen Grafschaften Somerset und Dorset.
Seit 2024 setzt Barber’s Wärmepumpen ein. Drei der sieben Melkstände des Betriebs sind derzeit damit ausgestattet. Wie «Infosperber» unter Berufung auf «Farmer’s Weekly» und «The Guardian» berichtet, nutzt der Traditionsbetrieb die Technik, um die Wärme der Milch für die Warmwasserbereitung einzusetzen.
Bis zu 92 Grad
In der Käserei wird die frisch gemolkene Milch gekühlt. Gleichzeitig braucht es in der hofeignen Käserei heisses Wasser zum Reinigen der Gerätschaften und Milchbehälter. Die Wärmepumpen nutzt die Wärme der Milch für die Warmwasserbereitung. Diese wird dadurch auf bis zu 92 Grad erhitzt, während die Milch auf weniger als zwei Grad abkühlt.
Eine Anlage kostet ab 25'000 Pfund, umgerechnet rund 27'500 Franken, wie «Farmer’s Weekly» berichtet. Alfie Barber, der in siebter Generation in der Käserei arbeitet, beziffert die jährliche Einsparung gegenüber «Canary Media» auf rund 70'000 Pfund (77'000 Franken). Wegen der hohen Energiepreise könnten es dieses Jahr sogar mehr sein. Eine Anlage habe sich bereits nach zwei Jahren amortisiert, sagt Barber.
Laut Chris Barber, Vater von Alfie Barber und Betriebleiter, sei man auf eine Zukunftstechnologie gestossen. Bis 2028 will der Betrieb alle Melkstände mit Wärmepumpen ausrüsten.
Wärmepumpen für alle Melkstände
Die Wärmepumpen stammen vom britischen Start-up Arkaya. Seit 2024 hat das Unternehmen laut «Infosperber» 27 Anlagen in Grossbritannien verkauft. Bis Ende 2026 sollen gemäss «The Guardian» weitere 34 hinzukommen.