
Jakob Kuert
In Kanada wird die Ausprägung des Merkmals «Methanemission», also der Phänotyp der Kuh, durch eine MIR-Spektroskopie ermittelt, die Milchprobe mit Infrarot durchleuchtet. Holstein Switzerland und Swissherdbook sind laut den «Holstein News» eine Partnerschaft mit der kanadischen Firma Lactanet eingegangen.
Die Produktionsdaten der Schweizer Holsteinkühe wurden in deren Datenbank integriert, sodass jeder Kuh ein Methanphänotyp zugeteilt und die Zuchtwerte berechnet werden konnten. Die ersten Resultate sind verfügbar. Laut Holstein Switzerland werden ab 2026 für alle typisierten Tiere durch die Qualitas AG Methanzuchtwerte geschätzt.
Die Vererbung der Methanemissionen – der Anteil der genetisch bedingten Variation – wird auf 20 Prozent geschätzt und liegt ähnlich hoch wie bei der Zellzahl. Die Methanemissionen sind unabhängig von der Milchproduktion, was eine gezielte Selektion auf die Methanemissionen ermöglicht, ohne die Milchmenge zu beeinflussen.